"Kein Selbstläufer" gegen Kamerun beim Confed Cup

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Im zweiten Durchgang ließ der Druck der Südamerikaner nach, entsprechend kehrte mehr Ordnung ins deutsche Spiel ein. "Meine Mannschaft hat das klasse gemacht, mit höchster Disziplin über 90 Minuten". In allererster Linie war eine gute defensive Organisation gefragt, auch das ist eine große Qualität.

Bei Stindl hat er damit in jedem Fall schon Erfolg. Wir sind nach dem Rückstand wieder zurück ins Spiel gekommen.

Jogis Erfolgsrezept mit der jungen Mannschaft: "Weniger ist manchmal mehr".

Nach einer hochklassigen ersten Spielhälfte flachte das Spiel in Halbzeit zwei etwas ab. Was waren Ihre Gründe dafür? "Die Mannschaft hat große Widerstandskraft bewiesen", lobte Löw nach dem Punktgewinn. Ich hatte nicht das Gefühl, dass jemand stark abgebaut hat. Ein ordentlicher Spielaufbau war kaum möglich, allzu oft gingen die Bälle bereits im Mittelfeld verloren. Ganz im Gegenteil: Wir hatten vielleicht die ersten zehn Minuten ein bisschen Schwierigkeiten. "Es war ein sehr guter Angriff von der Art und Weise, wie das Tor herausgespielt wurde", schilderte der Schütze. Das war ein Paradebeispiel für einen Konter aus einer bedrängten Situation heraus. Dieser traf per Spitz und Innenstange und krönte sich mit seinem 38. Treffer gleichzeitig zum Rekordtorschützen der Chilenen. Wir haben intelligent verteidigt. Stindl 1:1. Deutschland: ter Stegen; Ginter, Mustafi, Süle; Kimmich, Can, Rudy, Hector; Goretzka, Draxler; Stindl. Was sagen Sie zu seiner Leistung, und wie gibt er sich abseits des Platzes? Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Teamkollege Mark Milligan, der als Profi in Abu Dhabi spielt, mittels Foulpenalty immerhin schon den Ausgleich erzielt. Gegen Chile sei er für das Team "unglaublich wichtig" gewesen. Stindl ist in Gladbach zur Führungsfigur gereift, hat in den beiden Spielzeiten seit seinem Wechsel aus Hannover jeweils 18 Scorerpunkte verbucht - und in der abgelaufenen Saison mit elf Toren eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. "Wir haben Lars bewusst vorne reingestellt, weil er die Bälle gut verarbeiten und halten kann". Das hat er hervorragend gemacht. "Er hat in der Zeit, in der er bei uns ist, absolut überzeugt - nicht nur wegen seiner Tore". "Er ist eine Persönlichkeit, er zeigt keine Ansätze von Nervosität", beschrieb der Bundestrainer Stindls Habitus. Kamerun hat nach dem 1:1 gegen Australien erst einen Punkt. "Lars ist eigentlich ein Spieler, der aus der Tiefe kommt". Löw hat dabei auch schon das anvisierte Halbfinale mit im Blick.

"Das Spiel gegen Kamerun ist kein Selbstläufer". "Es ist durchaus denkbar, dass auf der ein oder anderen Position gewechselt wird", kündigte der Bundestrainer an. "Uns tut der eine oder andere frische Spieler gut", sagte Löw, der gegen den Afrikameister das "laufintensivste Spiel" im bisherigen Turnierverlauf erwartet.


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