Nach gescheitertem Anschlag in Brüssel: vier Menschen festgenommen

Brüssel - Die belgische Hauptstadt Brüssel ist womöglich nur knapp einem weiteren schweren Terroranschlag entgangen. Verletzt wurde dabei niemand. Es gab auch Hinweise wonach ein Koffer explodiert sein soll. Es gibt eine Stichflamme, die der 23-jährige Rémy Bonnaffé, ein Anwalt aus Gent, mit dem Mobiltelefon fotografiert.

Wieder hat ein Kleinkrimineller aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek die Bewohner der belgischen Hauptstadt in Angst und Schrecken versetzt. Ein Verdächtiger wurde niedergeschossen - er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Polizei wertet den Vorfall als einen terroristischen Angriff.

Die Verpuffung sieht harmlos aus. Eine Detonation hätte in den Gängen mit den niedrigen Decken viele Menschen getroffen und möglicherweise Todesopfer gefordert. Es handele sich um einen 36 Jahre alten Marokkaner aus der Brüsseler Gemeinde Molenbeek.

Doch auch die Explosion reicht, um eine Panik auszulösen.

In ersten Berichten hatte es geheißen, die Explosion sei durch einen Sprengstoffgürtel ausgelöst worden. Einzelheiten zu ersten Ergebnissen würden aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht bekanntgegeben. Das teilt Eric Van der Sijpt, der Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit. Rund um den Zentralbahnhof wird alles abgesperrt. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurde der Bahnverkehr gestoppt und eine Sicherheitszone abgesteckt.

Nach Angaben eines Augenzeugen soll der Verdächtigte "Allah-u Akbar" (Gott ist groß) gesagt haben.

Polizeifahrzeuge vor dem Bahnhof Central: Nach einer Explosion wurde der Brüsseler Bahnhof geräumt. Der Alarm kann erst Stunden später aufgehoben werden. Doch die schwer bewaffnete Armee, die seit den Anschlägen vom 22. März 2016 in Brüssel alle sensiblen Gebäude und Verkehrsknotenpunkte bewachen, wird verstärkt. Selbstmordattentäter hatten damals 32 Menschen mit in den Tod gerissen. Dieses Mal hat Brüssel tatsächlich Glück gehabt. Die Bekannten des Attentäters seien "ohne Anklage" entlassen worden, nachdem sie "sorgfältig vernommen" wurden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.


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