"Blaues Auge" für U21: Halbfinale trotz 0:1-Niederlage

Im Parallelspiel verlor Tschechiens U21 ihr letztes Vorrundenspiel in Tychy gegen die bereits ausgeschiedenen Dänen 2:4 (1:2) und beendeten die deutsche Gruppe C mit drei Punkten auf dem letzten Platz.

So sah das auch Davie Selke: "Es war hitzig, es war ein sehr kompliziertes Spiel". Für das Personal galt das jedoch nicht: Kuntz schickte die gleiche Startelf ins Rennen, die schon Tschechien 2:0 und Dänemark 3:0 besiegt hatte.

Uhr: Herzlich Willkommen zum Live-Ticker von FOCUS Online. Der deutsche U21-Fußballnationaltrainer ordnete die verdiente 0:1-Niederlage im letzten EM-Gruppenspiel gegen Italien in Krakow und den herbeigezitterten Halbfinaleinzug als positives Erlebnis ein. Das ist ein harter Brocken für den deutschen Nachwuchs. Nach einem Fehler von Stark und Mahmoud Dahoud im Spielaufbau traf dann Bernardeschi frei vor Pollersbeck zum 1:0 für die Italiener. "Wir haben einen anderen Anspruch."Am Ende profitierte die DFB-Elf auch davon, dass Italien wegen der Niederlage der Tschechen gegen Dänemark ein 1:0-Sieg zum Weiterkommen reichte".

Sieg, Remis, knappe Niederlage: Damit wäre Deutschland als Gruppenerster im Halbfinale: Knifflig wird es bei einer höheren Niederlage - damit will sich im deutschen Lager aber niemand beschäftigen. "Die Spieler müssen sich hier auch im mentalen Bereich beweisen".

Pech hatten die Deutschen in der sechsten Minute: Marc-Oliver Kempf hatte nach einem Freistoß von Arnold aus halblinker Position mit einem wuchtigen Kopfball eigentlich für die frühe Führung gesorgt.

"Wir haben unsere Batterien aufgeladen und sind bereit", kündigte Coach Luigi Di Biagio an. "Es war heute nicht unser bestes Spiel, aber wir stehen im Halbfinale - also alles gut", resümierte Kapitän Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) nach der Partie in der ARD.

Die Verunsicherung hielt zunächst auch in der zweiten Halbzeit an, allerdings ließ der Dauerdruck der Italiener ein wenig nach. "Sie sind auf dem richtigen Weg, die Erfahrung einzuordnen", sagte Kuntz.

Entscheiden will er erst am Spieltag über seine erste Elf.

In der Kabine waren die Deutschen kurz nach dem Spiel noch überwältigt und auch gereizt von den Unwägbarkeiten der Partie und auch von der Erkenntnis, vorübergehend die Nerven verloren zu haben. Bei einer zweiten Verwarnung wären sie gesperrt.


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