Nordkorea-Konflikt:Trump hofft nicht weiter auf Chinas Hilfe

Er sagt, er habe den schlimmsten Fehler seines Lebens begangen.

Trump behauptet, er habe seinen Aussenminister Rex Tillerson persönlich beauftragt, die Freilassung des 22-jährigen Studenten voranzutreiben, was den Amerikanern dann auch gelang.

Cincinnati/Pjöngjang - Die Leiche des aus Nordkorea zurückgekehrten und wenig später in seiner Heimat gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird nicht obduziert. Der US-Präsident befinde sich innenpolitisch in einer "schwierigen Situation" und erwäge daher einen Präventivschlag gegen Nordkorea, um von seinen Problemen abzulenken, hieß es am Donnerstag in einem Leitartikel der kommunistischen Parteizeitung "Rodong Sinmun".

Experten in China halten die Version der nordkoreanischen Behörden durchaus für denkbar, glauben aber, dass sie nicht mit der ganzen Wahrheit herausrücken. Sein dürres Statement nach Warmbiers Tod liest sich für Trumpsche Verhältnisse erstaunlich vorsichtig.

Der Freilassung Warmbiers Anfang der Woche waren offenbar geheime Gespräche zwischen nordkoreanischen und amerikanischen Regierungsvertretern vorangegangen.

"Otto Warmbier, ein amerikanischer Staatsbürger, wurde vom Regime von King Jong-un ermordet", erklärte der republikanische Senator John McCain am Dienstag: "Die Vereinigten Staaten können und dürfen den Mord an seinen Bürgern durch feindliche Mächte nicht länger tolerieren", forderte der Hardliner aus Arizona.

Auch US-Präsident Donald Trump machte Nordkorea für den Tod des Studenten verantwortlich und nannte die Regierung in Pjöngjang ein "brutales Regime". Eineinhalb Jahre später kehrt in die USA zurück - mit einem schweren Hirnschaden.

Bereits ist davon die Rede, Unternehmen, die mit Nordkorea Geschäfte tätigen, weiter zu sanktionieren. "Wenn Nordkorea eine Rakete startet, gibt es sofort irgendwelche Sanktionen".

Gemäss mehreren Medienberichten sorgte der Tod Otto Warmbiers auch in China für Diskussionen. "Und dies alles nur wegen eines Posters?" Man habe ihm eine Schlaftablette gegeben, danach sei er ins Koma gefallen, sagen die Nordkoreaner.

Nordkorea hat sich zum Tod des bis vor Kurzem inhaftierten US-Studenten Otto Warmbier geäußert. Die Frage, wie China dazu gebracht werden kann, die nordkoreanischen Geschäfte zur Umgehung der Wirtschaftssanktionen zu unterbinden, steht dabei im Zentrum.

China müsse endlich klargemacht werden, dass es gegenüber seinem Verbündeten Nordkorea alle diplomatischen und wirtschaftlichen Muskeln spielen lassen müsse, so Sicherheitsexperte Harry J. Kazianis vom Center for the National Interest auf Fox News. Vor drei Jahren etwa liess Jeffrey Fowle eine Bibel in einem Nachtclub von Pyongyang liegen. Bürger anderer Staaten, die in Nordkorea verhaftet wurden, werden nach einer gewissen Zeit meist abgeschoben.

2009 löste Bill Clinton zwei US-Journalistinnen aus, Laura Ling und Euna Lee, die 2009 aus China über die Grenze nach Nordkorea eingedrungen sein sollen.

Nach einem Schauprozess im März wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt.


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