Weltverband büsst Vettel mit 3 Strafpunkten

Das Duell der mehrmaligen Formel-1-Champions wird fortan mit harten Bandagen ausgetragen.

Baku. Der Rammstoß von Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton hat den WM-Kampf dramatisch verschärft. Alle 3 machten aber schon bald erst mit Fernando Alonso im McLaren kurzen Prozess und später auch mit Kevin Magnussen und Esteban Ocon. Profiteur war Vettel, der von Platz vier ins Rennen gestartet war.

In Runde 22 wurde das Rennen schließlich mit der roten Flagge abgebrochen, da zu viele Kleinteile auf dem Kurs lagen.

Bislang herrschte Giganten-Frieden - doch davon ist jetzt keine Spur mehr. Runde das Safety-Car erstmals auf die Strecke. "Ich bin dann neben ihn gefahren und hab ihm das gezeigt".

Vettel kassierte für sein Revanchefoul eine Zehn-Sekunden-Strafe für gefährliches Fahren.

"Das war wirklich respektlos von Sebastian, und das war absolut das falsche Benehmen". Die einzige Gefahr sei gewesen, dass die Autos beschädigt würden. "Das war ein Riesen-Foul!" "Aber mir tut es leid um Lewis, weil er ohne diese Aktion das Rennen wohl gewonnen hätte".

Der "Verkehrsrüpel" Vettel indes blieb uneinsichtig: "Was erwartet ihr denn, wenn jemand so auf die Bremse steigt? Ich mache mich bereit, konnte nirgendwo hin und bin ihm in die Kiste gefahren". In der Endphase fand er jedoch kein Mittel, Vettel zu überholen. „Das war ein Revanchefoul“, sagte Lauda. Nach einer vermeintlichen Bremsattacke von Lewis Hamilton rammt der WM-Spitzenreiter gezielt dessen Silberpfeil. "Es ist ein gefährliches Verhalten". "Es war völlig unnötig, dass Hamilton hier so langsam ist". "Ich hätte trotzdem nie gedacht, dass sowas wie heute passiert", sagte Hamilton.

Für Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda war der Schuldige schnell klar: "Der Lewis wollte nur Abstand zum Safety-Car halten, um seine Reifen aufzuwärmen". Für sein Manöver gegen Hamilton bekam er vom Automobilweltverband (FIA) drei Strafpunkte aufgebrummt. "Er wollte sich in Position bringen und dann fährt er ihm hinten drauf, weil er damit gerechnet hatte, er beschleunigt aus der Kurve raus".

Diese Rennunterbrechung nutzten Ferrari und Force India, um die Autos von Räkkönen und Perez zu reparieren und nach der23-minütigen Unterbrechung konnten beide Fahrer wieder ins Rennen gehen, wenn auch mit Rundenrückstand.

Allerdings nur vorerst: Hamilton muss an die Box, dort muss sein Nackenschutz getauscht werden. Allerdings sind andere an den beiden WM-Führenden vorbeigezogen.

Dass Daniel Ricciardo unerwartet vor dem nach einer Startkollision auf den letzten Platz zurückgefallenen Finnen Valtteri Bottas gewann und Red Bull Racing zwei Wochen vor dem Heimrennen in Österreich den ersten Saisonsieg bescherte, wurde vom folgenden verbalen Schlagabtausch der beiden Streithähne Hamilton und Vettel ebenso in den Hintergrund gedrängt wie der sensationelle dritte Platz des erst 18-jährigen Williams-Piloten Lance Stroll aus Kanada. Der 27-Jährige profitierte von zahlreichen Zwischenfällen, in die die favorisierte Konkurrenz involviert war, und setzte sich vor Valtteri Bottas im Mercedes und Sensationsmann Lance Stroll im Williams durch.


Beliebt

VERBINDEN