EM 2024: Frankfurt will weiter Spielort sein

An diesem Montag wird der Deutsche Fußball-Bund bekanntgeben, welche Städte sich endgültig als Austragungsorte für eine mögliche Fußball-EM 2024 in Deutschland beworben haben.

Nur zehn Städte können auch einen Zuschlag erhalten. Und 14 von ursprünglich einmal 18 Anwärtern halten trotz der schwer kalkulierbaren finanziellen Risiken dieses Schritts an ihrer Bewerbung fest. Der Senat hat am Dienstag beschlossen, eine Bewerbung für die.

Für eine Bewerbung müsse die Stadt seiner Einschätzung nach rund 10 Millionen Euro investieren.

Als Ausrichter für eine mögliche Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland bewerben sich 14 Städte. Als gesetzt dürfen wohl nur Hamburg (Nordlicht), Berlin (Hauptstadt), München (Rekordmeister) und Dortmund (Fußballtempel) gelten, doch auch Frankfurt als Sitz des DFB und Leipzig als Vertreter der neuen Bundesländer dürfen sich gute Chancen ausrechnen. Alle anderen Zuschläge werden auch nach regionalen Kriterien verteilt. Von den westdeutschen Standorten Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Köln wird deshalb mindestens einer auf der Strecke bleiben.

Parallel zur Auswertung der Bewerbungsunterlagen anhand klar definierter und transparent nachvollziehbarer Kriterien wird es im Rahmen des Nationalen Auswahlverfahrens, das auf den UEFA-Anforderungen basiert, von Ende Juli an "Site Visits" in sämtlichen 14 Stadien geben, um die Bedingungen und möglicherweise notwendigen Um- und Ausbauten vor Ort in Augenschein zu nehmen. Alle Bewerberstädte hoffen auf einen ähnlichen Effekt wie bei der WM 2006 in Deutschland: einen Imagegewinn, ein Umsatzplus.

In der vergangenen Woche machte die Kommunalpolitik den Weg für eine Dortmunder EM-Bewerbung jedoch frei. "Wenn das Geschäftsmodell von DFB und UEFA ist, wir bezahlen und sie kassieren, dann ist das etwas einseitig", schimpfte Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Dortmund erwartet bei einer EM-Beteiligung etwa 100 Millionen Euro Umsatz, unter anderem durch Touristen. "Hotels, Restaurants, Kneipen und der Einzelhandel profitieren davon", sagte der Senator. Der einzige Mitbewerber ist die Türkei.


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