Haribo mit Zyankali erpresst Harte Strafe für den Jammer- Rentner (74)

Das Bonner Landgericht hat den Haribo-Erpresser zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis wegen dreimaliger versuchter räuberischer Erpressung, einmal in Tateinheit mit Sachbeschädigung, verurteilt.

Der 74-jährige Werner F. hatte gedroht, Goldbären und Konfekt mit Zyankali zu vergiften. Vom Süßwaren-Hersteller und den Supermarkt-Ketten Lidl und Kaufland hatte der Senior Bitcoins gefordert, eine Internetwährung.

Das Motiv seien seine Altersarmut und Schulden gewesen. Als er im Herbst 2016 nicht einmal mehr ein Arztrezept bezahlen konnte, habe er den Plan gefasst, berichtete der Gift-Opa.

Der Richter sah es als erwiesen an, dass der 74-Jährige neben dem Süßwarenhersteller Haribo auch den Unternehmen Lidl und Kaufland mit der Vergiftung von Lebensmitteln gedroht hatte, sollten sie seinen Geldforderungen nicht nachkommen. Verletzt wurde dadurch niemand.

Bei mit Zyankali vergifteten Haribo-Produkten wäre das anders gewesen: Es führt zu qualvollem Erstickungstod. Vielmehr habe Werner F. Forderung wie Drohung massiv erhöht.

Noch am gleichen Abend wurde F.s Haus durchsucht, wurden Einlieferungsbelege der Erpresserbriefe gefunden.

Seinen Mandanten treffe das Urteil sehr hart, so Anwalt Thomas Ohm: "Aber er weiß, dass die Erpressungsgeschichte die schlechteste aller Idee war". Am vergangenen Heiligabend wurde der Dortmunder in Würzburg festgenommen. "Das Urteil ist angesichts der Umstände absolut angemessen".


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