USA und Russland vereinbaren Waffenruhe im Südwesten Syriens

Die Vergangenheit hat gezeigt, wie schnell die Feuerpause aufgehoben oder in irgendeiner Form unterlaufen wird. Die beiden Präsidenten kamen am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zusammen. "Es ist unser erster Erfolg", so Tillerson. Trump selbst sprach sogar von "einer Ehre", die die Zusammenkunft mit Putin für ihn darstelle. Sie könne aber noch nicht sagen, wie die G20 die verschiedenen Meinungen bis diesen Samstag sortieren würden.

Mehrere Waffenruhen für Syrien waren in der Vergangenheit bereits gescheitert.

Er prüfe eine "ziemlich harte" Antwort auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest, sagte der US-Präsident am Donnerstag bei seinem Besuch in Warschau. Geschweige denn, dass eine friedliche Lösung des Konflikts möglich erscheint.

Vor dem G20-Gipfel hatten die USA Russland angeboten, im Syrienkonflikt zusammenzuarbeiten. Sie gilt seit Sonntag und wurde bislang auch eingehalten. Es seien keine Verletzungen der Feuerpause registriert worden, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Kritiker verstehen dies als "Schwamm drüber", mit dem möglicherweise eine Mauschelei zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau vertuscht werden soll. Solange die syrische Armee und damit Bashar al-Assad im Südwesten mitspielt, wird sich Teheran wohl damit zufriedengeben.

Im Südwesten Syriens ist am Sonntagmittag eine Waffenruhe in Kraft getreten, die US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin nach ihrem ersten persönlichen Gespräch auf dem G-20-Gipfeltreffen am Freitagabend in Hamburg bekannt gegeben hatten. Vorausgegangen waren wochenlange geheime Gespräche in Amman, wie ein jordanischer Regierungssprecher bestätigte. Die vorerst präsentierte Variante, dass die Überwachung des Waffenstillstandes allein in russischen Händen liegt, wird Israel allerdings keine Freude machen: Ein amerikanisches Engagement in diese Richtung ist deshalb nicht auszuschließen. Sie haben den Verdacht, dass der Iran mit Hilfe dieser Milizen einen Landkorridor vom eigenen Territorium über den Irak durch Syrien bis in den Libanon schaffen will. Der Mann, der den Zusammenbruch der Sowjetunion einmal als die "größte geopolitische Katastrophe des 21. Jahrhunderts" bezeichnet hatte, hat Russland auf die Weltbühne zurückgebracht - mit zum Teil zweifelhaften Methoden wie in Syrien oder in der Ostukraine. Weitere Links zum Thema Die Waffenruhe sieht vor, dass alle Kampfparteien auf ihrer Seite einer zuvor festgelegten Demarkationslinie bleiben müssen.

Die Kampfpause soll in den Provinzen Daraa und Kunaitra gelten. UN-Chefunterhändler Staffan de Mistura empfing Syriens Chefunterhändler Baschar al-Dschafari in Genf. Allerdings, so US-Außenminister Tillerson, wolle Russland nicht für immer an Assad in Syrien festhalten. Während die Opposition seinen Rückzug fordert, verweigert die Regierung eine Diskussion darüber. Außerdem sind auch terroristische Gruppen an dem Bürgerkrieg beteiligt. In dem seit sechs Jahren währenden Krieg sind mehr als 400 000 Menschen getötet worden. "Wir hoffen, dass wir die Waffenruhe auf andere Teile des Landes übertragen können".


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