Kairo: Tote und Verletze in ägyptischem Badeort

Ägyptische Behörden weisen Spekulationen um Verbindungen zur Terrororganisation IS zurück. Allein seit Dezember wurden bei Selbstmordanschlägen und anderen Angriffe auf die koptische Minderheit mehr als 100 Menschen getötet.

Der Angreifer wurde verhaftet und wird verhört. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behauptete später, das Flugzeug mit einer Bombe in einer Getränkedose zum Absturz gebracht zu haben. Auch das Aussendepartement (EDA) in Bern hatte am Freitagabend keine Kenntnis von Schweizer Opfern.

Das Auswärtige Amt hat den Tod zweier deutscher Urlauberinnen bei der Messerattacke im ägyptischen Badeort Hurghada inzwischen bestätigt. Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gab es zunächst nicht.

Das Ministerium teilte nur mit, der Angreifer sei offenbar von einem öffentlichen Strand zu einer Ferienanlage geschwommen.

Der festgenommene Mann stamme aus dem Nil-Delta im Norden des Landes, berichtet die ägyptische Zeitung "Al-Masry al-Youm" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Er sei Nachbarn zufolge nach Hurghada gefahren, um Arbeit zu finden.

Während seiner Taten soll der Täter Landsleute gewarnt haben: "Bleibt weg, ich will keine Ägypter", rief er demnach auf Arabisch.

Bereits im Jänner 2016 waren drei Touristen bei einem Angriff auf ein Hotel in Hurghada verletzt worden. Das hat das Auswärtige Amt in Berlin mitgeteilt. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht", teilte ein Sprecher der deutschen Nachrichtenagentur dpa mit.

Nach allem, was bislang bekannt sei, sollte die Tat gezielt ausländische Touristen treffen.Der Angriff ereignete sich in dem Ferienort Hurghada am Roten Meer.

Bei diesem Mann soll es sich um den Angreifer handeln. Die Agentur Interfax berichtete am Freitag mit Verweis auf das russische Konsulat von einer verletzten russischen Touristin. Eine 36 Jahre alte tschechische Touristin erlitt nach Angaben des Außenministeriums in Prag bei dem Messerangriff Schnittverletzungen am Bein und am Rücken. Sie schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Nach der Flucht von dem Strand habe der Mann auch im benachbarten Hotel versucht, Gäste anzugreifen, sagte der Manager des Gästehauses.

Taha: "Wir haben den Typen mit seinem Messer gestoppt".


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