21-Jähriger gesteht Brandanschlag auf Heim für minderjährige Flüchtlinge

Ein 21-Jähriger wird angeklagt, weil er zwei Brandsätze auf eine Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg geworfen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft sieht in der Tat den versuchten Mord an den 20 minderjährigen Flüchtlingen, die in dem Heim lebten.

Jüterbog/Potsdam - Ein 21-Jähriger aus Jüterbog muss sich bald vor dem Landgericht in Potsdam verantworten. Als Grund gab er an, dass ihm ein Asylbewerber aus dem Heim eine Woche zuvor das Portemonnaie gestohlen habe.

Die Brandsätze trafen das Fenster eines unbewohnten, als Abstellraum genutzten Zimmers, ohne jedoch die Verglasung zu durchschlagen. "Ich hatte nie die Absicht, Menschen zu töten oder zu verletzten", beteuerte der Angeklagte. Betreuer konnten das Feuer schnell löschen.

"Ich war betrunken und sauer, dass ich bestohlen wurde", versuchte der 21-Jährige seine Tat zu erklären. Im Nachhinein könne er sein Handeln aber nicht mehr begreifen, beteuerte der Angeklagte. Er habe den Dieb seiner Geldbörse nur erschrecken wollen.

Der Angeklagte schilderte vor Gericht, dass er vor der Tat an einer Tankstelle mit Kanistern Benzin geholt habe. Dabei will er gewusst haben, dass er die Fenster eines Abstellraums und nicht eines Schlafraums traf.

Ermittler hatten den damals 20-Jährigen durch Zeugenaussagen ausfindig gemacht. Der 21-Jährige sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Daher werden überwachte Besuche nur auf Antrag erlaubt. Für den Prozess sind noch fünf Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.


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