Attentäter soll mit Opfern deutsch gesprochen haben

Männer auf einem Schiff hätten gebrüllt. Bei Temperaturen an die 40 Grad war er nur einer von vielen im Wasser.

Nach seiner Tat sei der Messerstecher dann geflohen, schildert der Hotelier weiter. Matthiesen beobachtete offenbar das Ende einer blutigen Gewalttat, die für zwei deutsche Frauen tödlich endet. Die Leichen wurden weggebracht, der Strand gereinigt, so erzählt es der Manager. Weiter ins Details gehen kann oder will der Mann nicht, er verweist auf die laufende Untersuchung. "Es schien so, als sei der Typ geistig verwirrt gewesen", sagt Taha. "Warum sollte er die anderen Opfer dann ebenfalls mit dem Messer attackieren?"

Zur Herkunft der verletzten Urlauber gab es unterschiedliche Angaben. Die 56- und 65-Jährige stammten aus der Nähe von Peine und seien immer wieder in das Taucherparadies am Roten Meer gekommen, um hier zeitweise zu leben. "Wir trauern zutiefst um die beiden deutschen Frauen, die in Hurghada hinterhältig ermordet wurden und denken in Anteilnahme an ihre Familien", schrieb Seibert bei Twitter.

Für den Tourismus im neben Scharm el-Scheich wohl bekanntesten Badeort des Landes könnte die Tat negative Auswirkungen haben. Er offenbare die Ideologie der IS-Terrormiliz, berichtet die Zeitung "al-Shorouk". Das schwerste Attentat gegen Urlauber war ein Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger 2015. Erst vor wenigen Tagen starben bei einem Angriff mehr als 20 Soldaten.

Der Staatliche Informationsdienst Ägyptens hob dennoch hervor, dass die Gewalt gegen Ägyptens Touristen deutlich zurückgegangen sei. Die Branche ist wichtig für das wirtschaftliche Krisenland. Fast 2,9 Millionen Arbeitsplätze waren direkt oder indirekt vom Geschäft mit den Urlaubern abhängig - das ist etwa jeder neunte Beschäftigte. Reiseveranstalter bezeichneten Ägypten schon als das Trendziel für den Winter.

Weiter berichtete die Zeitung, die als eine der vertrauenswürdigsten in Ägypten gilt, dass der aus dem Norden des Landes stammende Mann gut Deutsch spricht und sich vor der Bluttat an einem Hotelstrand Hurghadas mit seinen beiden Opfern unterhalten habe. "Was immer da genau passiert ist, ist natürlich wieder ein herber Schlag gegen den sich gerade wieder erholenden Tourismus in Hurghada", sagt Marcel Lauck, der mit der "Caribbean Bar" eine der auch unter Deutschen beliebtesten Gaststätten betreibt.

Es tue ihm wahnsinnig Leid für die Angehörigen der Opfer, sagt er. "Dieses Mal leider in Ägypten".


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