Austropopper Wilfried ist tot

Nach einem kurzen Abstecher zur Ersten Allgemeinen Verunsicherung, deren erster Sänger er war, widmete sich Wilfried wieder seiner Solokarriere: Hits wie "Nights in the City", "Highdelbeeren", "Lass mi bei dir sein" und "Ikarus" folgten. Der Songwriter, Schauspieler und Sänger erlag am Sonntag einer Krebserkrankung. Mit einer Mischung aus Volksmusik, Blues, Rock und Pop stand er bis zuletzt auf der Bühne. Ein letzter Platz beim Song Contest 1988 in Irland beschädigte seine Karriere temporär nachhaltig. Seine Reaktion auf die folgende mediale Schelte waren die Single "Danke Österreich" und das Kabarettprogramm "Schrott sei Dank".

Volksmusik mit populär-musikalischen Versatzstücken war in den 1970ern neu und brachte ihm große Erfolge ein. Er zog sich anschließend aus den Medien weitgehend zurück.

Wilfried war einer der großen Austropopper der 70er und 80er Jahre. 1996 gründete er die A-cappella-Gruppe "4Xang".

Erst vor wenigen Wochen ist "Gut Lack" erschienen, ein freches und mutiges und vielfältiges Album, auf dem Wilfried Scheutz noch einmal alle Register zog. Außerdem entdeckte er die Kulinarik und betrieb mit seiner Ehefrau Marina in Pressbaum die Vereinsmeierei.


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