Emmanuel Macron und Benjamin Netanjahu erinnern gemeinsam an Holocaust in Frankreich

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befindet sich zur Zeit auf einem Staatsbesuch in Frankreich, wo er erstmals mit dem neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zusammentraf. Fast alle der anschließend deportierten Menschen wurden in den NS-Vernichtungslagern ermordet, weniger als 100 kehrten nach dem Krieg zurück.

Französische Juden sammeln sich am Vélodrome d'Hiver in Paris. Das Land strickte lieber an der Legende eines unbeugsamen Frankreich, das sich freiheitsliebend und vereint der deutschen Militärherrschaft entgegengestellt habe.

Erst 1995 bekannte sich der damalige Präsident Jacques Chirac zu der "unauslöschlichen Schuld" Frankreichs. 1997 legten auch die französischen Bischöfe wegen des Schweigens der Kirche in der Zeit des Nazi-freudlichen Vichy-Regimes ein Reuebekenntnis ab und baten um Vergebung.

Im Vélodrome d'Hiver gab es kaum Nahrung, Wasser und Toiletten.

Vergangenen April hatte die Rechtspopulistin Marine le Pen während ihres Präsidentschaftswahlkampf für Empörung gesorgt, indem sie erklärte, Frankreich sei für die Judendeportation nicht verantwortlich.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung kommen Macron und Netanyahu zu Gesprächen im Elyseepalast zusammen.

Verwaltung und Polizei in Frankreich kollaborierten bei den Deportationen mit den deutschen Besatzern. Dabei ging es unter anderem um den Nahost-Konflikt.


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