Google eröffnet Zukunftswerkstatt in München

Das Programm richtet sich zum einen an Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Auszubildende in Unternehmen, Vereinen und Universitäten. Das Lehrangebot reicht von digitalem Marketing für den Mittelstand über Online-Fundraising für gemeinnützige Organisationen bis hin zu Programmierkursen für Schüler.

Auf der Eröffnungsveranstaltung in München erklärte Google das Konzept: Interessierte Institutionen können sich vor Ort von Google-Mitarbeitern schulen und coachen lassen. Deshalb arbeitet Google in München mit der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) zusammen, die das Programm wiederum in ihre eigene "Pack ma's digital!"-Initiative integriert hat". "Die Google Zukunftswerkstatt ist eine optimale Ergänzung, den riesigen Bedarf an Know-how in den Unternehmen zu decken", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. "Digitale Bildung ist der Schlüssel, um alle in Deutschland fit für den Wandel zu machen und unser Land international wettbewerbsfähig zu halten", sagte Wieland Holfelder, Leiter des Zentrums in München. In den Workshops steht der Spaß an Technik im Vordergrund. Mit Hilfe des Microcontrollers "Calliope mini", den "Roberta-Robotern" sowie der vom Fraunhofer IAIS entwickelten, einfachen Programmieroberfläche "Open Roberta Lab" können Lehrerinnen und Lehrer sowie deren Schülerinnen und Schüler programmieren lernen. Neben dem Standort München bieten die Partner Trainingswochen in allen 16 Bundesländern an. Mit dem Angebot "Google Expeditions", das gemeinsam mit der Stiftung Lesen entstand, sollen in Schulen "virtuelle Klassenfahrten" etwa in die Hamburger Elbphilharmonie oder auf den Mond ermöglicht werden. In Hamburg und Berlin sind weitere feste Schulungszentren geplant. Das System besteht aus Virtual-Reality-Brillen ("Cardboards") für die Klassen und einem Steuerungs-Tablet für die Lehrer. Insgesamt sollen durch das Programm der "Google Zukunftswerkstatt" bis 2020 rund 2 Millionen Menschen in Deutschland erreicht werden. "Alle Kinder und Jugendlichen sollen dazu befähigt werden, souverän mit verschiedenen Medien umzugehen - mit Büchern und Zeitschriften ebenso wie mit dem Internet und den sozialen Medien", sagt Sabine Uehlein, Geschäftsführerin bei der Stiftung Lesen.


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