Horror-Meister George A. Romero ist tot

Der damals mit einem Budget von rund 100.000 Dollar gedrehte Streifen handelt von Leichenfressern ("Ghuls"), die eine Gruppe von Menschen attackieren, die sich in einem Farmhaus versteckt halten. Jetzt ist der Kult-Regisseur gestorben. Er starb am Sonntag im Alter von 77 Jahren "friedlich" im Schlaf, wie sein Manager Chris Roe mitteilte. Er hinterlässt seine Frau Suzanne Desrocher und drei Kinder. Mit seinem Regiedebüt "Die Nacht der lebenden Toten" schuf der US-Amerikaner George A. Romero einen Kultfilm, der bis heute unverwechselbar ist.

Romero machte sich seinen Namen als Regisseur nicht nur durch die grafische Gewalt seiner Zombiefilme, sondern vor allem auch durch seine in seinen Werken geäußerte, klug beobachtete sowie bissige Gesellschaftskritik: Romeros Filme verarbeiteten Themen wie Rassismus, das Trauma des Vietnamkriegs, Konsumwahn und Selbstdarstellung.

Sein endgültiger Durchbruch gelang Romero dann 1978 mit dem Film "Zombie". Es ist eine Katastrophe da draußen. "Sie versagen, damit umzugehen", erklärte er. "(.) Das ist der Teil, der mir immer gefallen hat".

In seinem Werk "Die Nacht der lebenden Toten" bewegen sich die Untoten langsam, sehnen sich nach menschlichem Fleisch und können nur durch einen Schuss in den Kopf getötet werden. Wenn der Zombie einen Menschen beißt, wird auch dieser zum Untoten. Er ist einer der wichtigsten Vertreter des modernen Horrorfilms und die von ihm entwickelten "Zombie-Merkmale" sind noch heute fester Bestandteil von Zombiefilm-Charakteren. Mit der Aussage traf Romero genau den Nerv der Zeit. Die Forschungsbibliothek des US-Kongresses erklärte den Schwarzweiß-Film 1999 zum Meisterwerk und nahm ihn in die Liste jener Filme auf, die als besonders erhaltenswert gelten. Den Film, den er zusammen mit dem geplanten Regisseur Matt Birman erdachte, beschrieb Romero als Mischung aus seinen Zombiefilmen, "Fast & Furious" und "Ben-Hur".


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