Solarworld AG baut weitere Stellen ab

Die engagierte Belegschaft, Logistikdienstleister, Lieferanten und weitere Gläubiger hätten in den vergangenen acht Wochen "viel erreicht", den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und weiterzuführen: Bislang seien im vorläufigen Insolvenzverfahren nicht nur die Bestandsware verarbeitet und veräußert, sondern darüber hinaus Neugeschäft im niedrigen zweistelligen Millionenbereich generiert worden.

Der insolvente Solartechnik-Hersteller Solarworld beschäftigt 650 Menschen in seinem Werk in Arnstadt. Die Mitarbeiter in Bonn werden morgen persönlich über den Stand des Verfahrens informiert.

Wegen hoher Produktionskosten sei es nicht gelungen, ausreichend Geld für die Weiterbeschäftigung aller rund 1850 Mitarbeiter zu erwirtschaften. Unklar ist noch, wie viele Männer und Frauen entlassen werden.

Der insolvente Solarzellenhersteller Solarworld kann nur durch eine Kündigungswelle erhalten werden. Seither wurden bereits 400 Stellen abgebaut. Angesichts des weltweiten Wettbewerbs muss das Unternehmen demnach "nach dem 31. Juli 2017 signifikant Personalkosten einsparen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freistellen", erklärte er. Nach Aussagen von Schulz wurde die Nachricht in Freiberg gefasst aufgenommen. Diese würden aber noch bis zu vier Monaten brauchen, um sich ein umfassendes Bild über das Unternehmen zu verschaffen.

Piepenburg will dennoch die Produktion in den beiden Werken Freiberg und Arnstadt halten. Derzeit würden Lohnfertigungen für Fremdfirmen geprüft.

"Somit bewegen wir uns gerade im Spannungsfeld zwischen Rettungsaussichten sowie Perspektiven für Solarworld einerseits und den aktuellen Sach-, Struktur- und Personalkosten, die wir nicht voll umfänglich erfüllen können, andererseits", erläutert der vorläufige Insolvenzverwalter.


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