Südkorea will mit dem Norden über militärische Spannungen reden

Südkorea hat dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea die Wiederaufnahme von Militärgesprächen vorgeschlagen, um die Spannungen abzubauen. Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt.

Die Verhandlungen sollten am kommenden Freitag in dem Grenzdorf Panmunjom stattfinden, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul.

Die kommissarische Präsidentin des Rotkreuzverbandes, Kim Sun-hyang, schlug heute vor der Presse vor, dass beide Seiten am 1. August am Waffenstillstandsort Panmunjeom zusammenkommen.

Sollte Nordkorea den Vorschlag des Roten Kreuzes akzeptieren, würden die seit anderthalb Jahren unterbrochenen offiziellen innerkoreanischen Gespräche wieder aufgenommen. Der genaue Inhalt des Treffens ist noch unklar, aber es wird vermutet, dass Südkorea unter anderem die Einstellung der Lautsprecher-Propaganda beider Seiten an der Grenze vorschlagen könnte. Die Spannungen auf der Halbinsel haben nach einer Serie von nordkoreanischen Raketentests zuletzt wieder zugenommen. Südkoreas Präsident Moon Jae-In hatte schon bei seinem Wahlsieg im Mai angekündigt, neue Kontakte mit der Regierung in Pjöngjang aufzunehmen.

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