Touristinnen bei Messerangriff getötet

Er wurde festgenommen, sein Motiv ist allerdings unklar.

Sicherheitskreisen und dem ägyptischen Innenministerium zufolge schwamm der Angreifer von einem öffentlichen Strand zu der Ferienanlage in Hurghada. Medienberichten zufolge könnte er auch zwei deutsche Urlauberinnen getötet haben.

In Berlin konnte das Auswärtige Amt die Staatsangehörigkeit der Todesopfer nicht bestätigen. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht". Die Botschaft in Kairo stehe in engstem Kontakt zu den ägyptischen Behörden und arbeite an einer schnellstmöglichen Aufklärung. Vier verschiedene Gruppen bekannten sich zu den Anschlägen. Bei den Opfern handele es sich um "Touristinnen unterschiedlicher Nationalitäten", hieß es. Das Motiv für die Tat sei unklar. Laut Augenzeugen attackierte er seine Opfer in mindestens zwei Hotels. Eines davon, das bei Tauchern beliebt ist, wird auch von deutschen Reiseveranstaltern angeboten.

Das Auswärtige Amt in Berlin sprach von einer "feigen und niederträchtigen Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten". Es verurteilte de Angriff "auf das Schärfste". Der Badeort am Roten Meer wird von vielen ukrainischen und anderen europäischen Touristen besucht.

Ägypten sieht sich auf der Sinai-Halbinsel Anschlägen islamistischer Gruppierungen ausgesetzt. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte in der Vergangenheit mehrere Attentate auf Sicherheitskräfte, Touristen und Christen für sich beansprucht. Noch immer haben russische und britische Charter-Gesellschaften den Verkehr nach Ägypten nicht wieder aufgenommen - anders als deutsche Urlaubs-Anbieter. Um den Schutz vor Terrorakten zu erhöhen, müssen deutsche Fluggesellschaften aber ihre Sicherheitsmaßnahmen an ägyptischen Flughäfen verbessern. Das Verwaltungsgericht Braunschweig wies eine Klage mehrerer Airlines gegen entsprechende vom Luftfahrt-Bundesamt verfügte Auflagen ab, wie es am Freitag mitteilte. Unter den vier Verletzten seien zwei Tschechen, sagte der für die Region Rotes Meer zuständige Sicherheitschef am Freitag. Sie hatten das Feuer von einem Motorrad aus eröffnet. Nach einer Vielzahl von Anschlägen sind die Sicherheitsvorkehrungen an den Touristenorten Ägypten verschärft worden. Damals hatte es sich bei den Tätern im Sympathisanten der Terrororganisation Islamischer Staat gehandelt.


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