Trumps Umfragewerte fallen unter 40 Prozent

Dem Nachrichtenportal "Politico" zufolge ist das der tiefste Wert für einen Präsidenten nach sechs Monaten im Amt seit 70 Jahren.

Umgekehrt stieg die Quote der Amerikaner, die den Kurs des republikanischen Präsidenten ablehnen, auf 58 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten sind der Meinung, dass unter Trump die US-Führungsrolle in der Welt schwächer geworden ist. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC stimmen nur 36 Prozent seiner Amtsführung zu, während es im April 42 Prozent waren.

Nach Angaben von "Politico" kam zuletzt Nixon-Nachfolger Gerald Ford nach einem halben Jahr im Amt mit 39 Prozent im Februar 1975 Trumps Werten nahe.

Die Ergebnisse der Erhebung deuten nach Angaben der Zeitung auf verschiedene Ursachen für Trumps mangelnde Beliebtheit hin.

So sei etwa die derzeitige Zustimmung zu Obamas Gesundheitsreform ("Obamacare") doppelt so hoch wie die zu republikänischen Plänen für ein neues System.

Der US-Präsident wollte diese Werte offenbar nicht unkommentiert stehen lassen und meldete sich nach Erscheinen der Umfrageergebnisse persönlich bei Twitter zu Wort: "Die Umfragen von ABC/Washington Post, obwohl fast 40 Prozent nicht schlecht für diesen Zeitpunkt sind, gehörten zu den am meisten abweichenden Umfragen in der Zeit vor der Wahl". Für Experten liefern die jüngsten Umfragewerte aus der WP/ABC-Befragung jedoch gewichtige Hinweise zur dramatischen Stimmungslage im Land: Der amtierende US-Präsident schneidet deutlich schlechter ab als seine Vorgänger.

Die Russland-Affäre lässt Trump derweil nicht los - und eine Serie von Tweets am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) zeigt, wie sehr sie ihm unter die Haut geht.

Donald Trump sieht sich zurzeit mit massiven Vorwürfen konfrontiert, sein Team habe im Wahlkampf mit russischen Regierungsstellen zusammengearbeitet.

Trump bezog sich dabei darauf, dass die damalige Interimsvorsitzende der Demokraten, Donna Brazile, Clinton vor einer TV-Debatte im Vorwahlkampf vorab über zwei Fragen informiert hatte. Trumps Sohn versprach sich damals, belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton zu erhalten.


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