WLAN-Nutzer verpflichten sich zum Toilettenputzen

Die Aktion soll zeigen, wie nachsichtig Menschen mit den AGB umgehen. "Wir wollten zeigen, wie wenig Konsumenten darauf achten, zu was sie sich verpflichten, wenn sie freies WLAN nutzen", erklärt das Unternehmen.

Das Unternehmen nahm deshalb für zwei Wochen unterschiedliche Verpflichtungen für die Nutzer des öffentlichen WLANs in die Geschäftsbedingungen auf: Klos auf Festivals putzen, Kaugummis vom Gehweg abkratzen oder Abwasserrohre mit der Hand reinigen. Zum Glück war das Ganze nur ein Experiment der Firma "Purple", die darauf aufmerksam machen wollte, dass man nicht allem einfach zustimmen, sondern sich darüber im Klaren sein sollte, welche Dinge man akzeptiert. 86 Prozent wüssten gerne, was drin steht.

"Unser Experiment hat gezeigt, wie einfach es ist, eine Box anzuklicken und damit irgendetwas Unfairem zuzustimmen", sagte Purple-Chef Gavin Wheeldon, so sueddeutsche.de. Für kostenlosen Internetzugang verlangte sie das erstgeborene Kind. Sechs Briten wollten ihre Ältesten gegen Internet austauschen. Sie stimmten den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Wlan-Betreibers zu, in denen die Putzdienste Bedingung waren. Oder 2010: Da änderte der britische Spielehersteller Gamestation seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen - 7500 Kunden gaben daraufhin die Besitzrechte an ihrer Seele ab. Berühmt ist auch der Umstand, dass sich in den Nutzungsbedingungen von Apples iTunes der Passus befindet, dass man das Programm nicht dazu nutzen dürfe, um Nuklearwaffen, Bio- oder Chemie-Kampfstoffe zu entwickeln. Dies berichtet das Unternehmen auf seiner Webseite.


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