Nordkorea schießt erneut Rakete ab

Die internationale Gemeinschaft hatte den neuen Raketentest seit Tagen erwartet, an Nordkoreas Raketentestgelände waren verstärkte Aktivitäten beobachtet worden. Der Test der Hwasong-14 genannten Rakete, den Machthaber Kim Jong-un persönlich geleitet habe, sei erfolgreich gewesen, berichteten Nordkoreas Staatsmedien am 4. Juli. Das Geschoss sei wohl vor Japan im Meer gelandet, sagte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe am Freitag und berief eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein.

Das nordkoreanische Regime hat sich offenbar erneut über ein Uno-Verbot hinweggesetzt. Ob es sich um eine Langstreckenrakete handelte, sei noch nicht bekannt. Anfang Juli testete der Staat eine Rakete, die nach seinen Angaben dazu in er Lage ist, weil sie bis Alaska fliegen könnte.

Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte, die Rakete sei rund 45 Minuten lang geflogen.

Auch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Regierungskreise von einer "hohen Wahrscheinlichkeit" eines Raketentests am Donnerstag. Auch zwei der insgesamt fünf Atomtests fanden in diesem Zeitraum statt.

Nach Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums könnte Nordkorea nächstes Jahr eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete (ICBM) einsetzen, die das US-Festland erreicht.


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