Erste Anklage nach G20 wegen Böllern und Reizgas in Rucksack

Hamburg. Nach den G-20-Krawallen ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft in mehr als 160 Fällen. Der Prozess gegen ihn vor einem Amtsgericht soll am 29. August beginnen, teilte Oberstaatsanwalt Carsten Rinio mit. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet.

Neben dem 24 Jahre alten Polen sitzen noch weitere Tatverdächtige aus dem Ausland in Untersuchungshaft, nähere Angaben konnte Rinio zunächst nicht machen. Neben Deutschen waren auch Bürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Gewahrsam genommen worden. Er wurde demnach am zweiten Gipfeltag auf dem Weg zu einer Demonstration von Gipfelgegnern unter anderem mit sechs Feuerwerkskörpern und einem verbotenen Reizgassprüher im Rucksack aufgegriffen und festgenommen. Zu den Vorwürfen gehören Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Auch gegen Polizisten hatten die Ermittler Verfahren eingeleitet.

Während des zweitägigen Gipfels der Staats- und Regierungschefs hatten sich linksanarchistische Gruppen und radikale Kapitalismusgegner regelrechte Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, Barrikaden errichtet, Autos angezündet und Geschäfte geplündert.


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