Martin Schulz will nach der Wahl SPD-Chef bleiben

Dienstag, 8. August, 08.40 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sollte nach Auffassung der Juso-Vorsitzenden Johanna Uekermann schon jetzt eine Neuauflage der großen Koalition nach der Bundestagswahl ausschließen.

Vom Einzug in das Bundeskanzleramt war weniger die Rede, aber dem nächsten Bundestag will der SPD-Politiker unabhängig vom Gesamtergebnis angehören, sofern er gewählt wird: "Es wäre doch unlogisch, dieses Mandat nicht anzunehmen", sagte Schulz.

Berlin. "Ich werde mich auf dem nächsten Parteitag natürlich um eine Wiederwahl bewerben", kündigte Schulz am Montag bei einer Leserveranstaltung des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in Berlin an. Seine Partei könne längere Rhythmen in der Amtszeit ihrer Vorsitzenden gut gebrauchen, sagte Schulz bei der Bundesleserkonferenz.

Der Kanzlerkandidat bricht am Dienstag zu einer zweitägigen Wahlkampftour durch Ostdeutschland auf.

Unter anderem stehen der Besuch eines Mehrgenerationen-Hauses in Jena und Grillen in einer Kleingartenanlage in Landsberg nahe Halle auf dem Programm. Zugesagt haben alle Spitzenkandidaten mit Ausnahme der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.

Die Sozialdemokraten setzen darauf, dass viele Wähler noch unentschieden sind. Die Chefin der SPD-Nachwuchsorganisation hatte sich mit dem Vorgänger von Martin Schulz, dem heutigen Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, immer wieder heftige Auseinandersetzungen geliefert.


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