Gewalt bei Demonstration von Rechtsextremen

Gegendemonstranten von "Black Lives Matter" und Antifa-Gruppen bezogen in der Nähe des Parks mit der Statue Stellung, das Polizeiaufgebot sah zunächst zu, statt die Kontrahenten zu trennen.

Ein Auto soll in eine Menschenmenge gefahren sein und mehrere Menschen verletzt haben.

Menschenrechtsgruppen stellen unter der Präsidentschaft Trumps ein Erstarken solcher ultrarechter Gruppierungen fest, die sich über ihr Weißsein definieren und die zum Teil offen für eine räumliche Trennung verschiedener Ethnien eintreten. Demonstranten versuchten, sich auf den Bürgersteig zu retten. Charlottesvilles Bürgermeister Mike Signer bezeichnete die Prozession als "feige Parade von Hass, Borniertheit, Rassimsus und Intoleranz".

Bei einer rechten Kundgebung in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia ist ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Teils militante Rechtsextreme waren bereits am Freitag in die Stadt gekommen, um an einem Demonstrationszug am Sonnabend teilzunehmen.

Der Protest richtet sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Es kommt zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten. Am Samstag war es soweit: Hunderte von Neonazis, Anhänger der Alt-right und rechtsextreme Rassisten fielen in Charlottesville ein, um gegen den geplanten Abtransport einer 1924 errichteten Statue Robert E. Lees, des Oberbefehlshabers der konföderierten Truppen im Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd, zu protestieren. Auslöser für die Entscheidung war eine Petition eines afroamerikanischen Schülers. Der Park trägt bereits nicht mehr den Namen von Lee.

US-Präsident Donald Trump hat die Ausschreitungen scharf verurteilt. Auf Twitter schrieb er: "Es gibt keinen Platz für diese Art von Gewalt in Amerika". Später fügt er bei einer Pressekonferenz hinzu: "Egal, welche Farbe oder Religion wir haben, wir sind zuallererst Amerikaner". Erwartet wurden bis zu 6.000 Teilnehmer.

Zuvor war es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gekommen. Mehrere Medien berichteten von Nazi-Parolen, Hitler-Grüßen und Hakenkreuzen.

Mitglieder rechter Milizen marschierten mit Gewehren bewaffnet auf.

Die Gewalt eskalierte am Sonnabendvormittag als die Rechtsradikalen sich um die umstrittene Statue versammelten. Mehrere seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, berichtete der Sender CNN.


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