Lugar und Schenk verlassen Team Stronach

"Wir haben schon vor Wochen begonnen, den Parlamentsklub abzuwickeln, da sowohl von Seiten des Team Stronach als auch von Seiten des Team Stronach Parlamentsklub keine Kandidatur bei der Nationalratswahl angestrebt wurde", so Lugar. Das hat die Parlamentsdirektion am Mittwoch mitgeteilt. Auch die Parteienförderung des Bundes sowie die Förderung für die Parteiakademie des TS hängt an der Klubstärke.

Das Team Stronach verliert damit sowohl den Anspruch auf Klubförderung als auch auf Vertretung in den Ausschüssen und in der Präsidialkonferenz des Nationalrats. Mit der vorzeitigen Auflösung wolle er Kosten für die Steuerzahler senken und eine gesetzmäßige Abwicklung ermöglichen. Warum tritt er so kurz vor der Wahl als Klubobmann zurück, löst damit den Parlamentsklub des Team Stronach auf - und verzichtet auf 6129 Euro brutto im Monat (Differenz zwischen einfachem Abgeordneten und Klubchef)? Für alle anderen Klubs ergibt sich nun, dass Ausschüssen neu zusammengesetzt und gewählt werden müssen. Die Team Stronach Akademie solle weiter bestehen, da noch finanzielle Ressourcen vorhanden seien. Bei je 51 Abgeordneten halten SPÖ und ÖVP, die FPÖ hat 37, die Grünen 21 und die Neos acht.

Ob und für wen Lugar bei der Nationalratswahl antreten will, ist unklar.

Schenk hatte am Dienstag ihren Wechsel zur Freien Liste Österreich (FLÖ) des ehemaligen Salzburger FPÖ-Chefs Karl Schnell verkündet. "Ich habe diesen Schritt primär deshalb gesetzt, weil ich in der gestrigen Sitzung für meine Kandidatur bei der FLÖ massiv kritisiert wurde", begründete Schenk ihren Schritt. Lugar selbst zeigte sich zu seiner Zukunft verschlossen und meinte: "Ist noch nicht entschieden". "Gerade in seiner politischen Heimat, also in Niederösterreich, ist Lugar ein guter Wahlkämpfer", sagt ein blauer Stratege.


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