Merkel und Schulz verlieren Zustimmung

Dennoch wünschen sich 73 Prozent schärfere Lebensmittelkontrollen. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Vormonat und der niedrigste Wert, der bisher in der Umfrage für ihn gemessen wurde.

Angela Merkel hat dramatisch an Zustimmung verloren. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 40 Prozent und die SPD auf 24 Prozent. Für die FDP hieße das den Wiedereinzug in den Bundestag, für die AfD den erstmaligen Einzug ins Parlament. Umgekehrt stieg die Zahl derjenigen, die mit der Arbeit der Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden sind, um sieben Prozentpunkte auf nunmehr 51 Prozent. 30 Prozent würden SPD-Herausforderer Martin Schulz wählen (plus zwei Punkte). Die Linke käme aktuell auf 9 Prozent der Stimmen.

Zuvor lag der Beliebtheitsgrad von Merkel bei der gleichen Umfrage bei 69 Prozent. Bei den Linken sind 56 Prozent für Schulz und 31 Prozent für Merkel und bei den Anhängern der AfD geben 49 Prozent Schulz den Vorzug und 31 Prozent Merkel (der Rest zu 100 Prozent entweder "keinen von beiden" oder "weiß nicht"). Innenminister Thomas de Maizière erreicht 50 Prozent Zustimmung (minus drei).

Martin Schulz so unbeliebt wie nie, Angela Merkel verliert an Zustimmung

Dass die Bundestagwahl trotz des deutlichen Vorsprungs der Union und der Kanzlerin noch keinesfalls gelaufen ist, macht die Nachfrage deutlich, ob auch andere Wahloptionen denkbar sind.

Dass die Politik hier nicht mehr Druck gemacht hat, enttäuscht viele Bundesbürger: 67 Prozent sind der Ansicht, dass die verantwortlichen Politiker bei der Bewältigung der Krise zu nachsichtig mit der Automobilindustrie umgehen. Lediglich 31 Prozent sind genau auf eine Partei festgelegt. Wenn die Bundeskanzlerin direkt gewählt würde, würden sich 52 Prozent für Angela Merkel (CDU) entscheiden (minus fünf Punkte).

Allerdings zeigen die Veränderungen bei den Potentialen von CDU/CSU und SPD auf, wie stark sich die Kräfteverhältnisse in den letzten Monaten verändert haben: Im April konnten sich 56 Prozent aller Wähler vorstellen, die Union zu wählen, jetzt sind es 60 Prozent. Auf Platz eins liegt weiterhin Angela Merkel mit einer Durchschnittsnote von nur noch 1,8 (Juli II: 2,2) auf der Skala von +5 bis -5. Der beliebteste Politiker ist demnach Wolfgang Schäuble. Laut dem ARD-"Deutschlandtrend" sind nur 33 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden.


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