Trump droht Nordkorea mit militärischer Lösung

Auch hochrangige Kirchenvertreter in den USA und Südkorea haben die US-Regierung eindringlich vor einer militärischen Lösung des Konflikts mit Nordkorea gewarnt. Die russische Regierung sei "sehr beunruhigt", unterstrich er in Moskau. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte Trump am Donnerstag in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey.

Viele fürchten, dass sich US-Präsident Donald Trump und Diktator Kim Jong-un mit ihren Drohungen so sehr hochschaukeln, dass es in einem verheerenden Krieg enden könnte.

Nordkorea drohte gleichwohl, Mittelstreckenraketen in Richtung auf Guam abzufeuern.

Seit Tagen spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen den USA und Nordkorea zu.

Nordkoreas Militärführung hatte demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. "Wir hoffen, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt". "Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort", sagte sie am Freitag in Berlin.

Setzt Trump militärische Mittel gegen Nordkorea ein, riskiert er eine Eskalation, die vielleicht nicht zu kontrollieren ist. "China will als aufstrebende Weltmacht seinen Einfluss in Asien ausdehnen". "Demonstrationen der Stärke" seien nicht angebracht. Gabriel ergänzte: "Für diesen Konflikt gibt es keine militärische Lösung, die Risiken sind so gewaltig, für alle Beteiligten, in Korea sowieso, aber auch für die Region und die ganze Welt".

Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke, sagte Trump. Kurz darauf erklärte er die "militärische Lösung" für "vollständig vorbereitet". Der US-Präsident zweifelte an, dass die jüngst ausgesprochenen UN-Sanktionen den erwünschten Effekt haben würden. "Jeder Tropfen Öl, der beim Thema Nordkorea ins Feuer gegossen wird, ist zu viel", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Der US-Präsident verwies erneut darauf, dass das US-Atomwaffenarsenal in einem guten Zustand sei. Doch die Aggression und Wut, die der US-Präsident im Konflikt mit der asiatischen Diktatur erkennen lässt, beunruhigt die Welt. Russland und China forderte der SPD-Chef auf, ihre "besondere Verantwortung" wahrzunehmen und mäßigend auf Nordkorea einzuwirken.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte sich zuletzt bemüht, das hitzige Klima etwas abzukühlen. US-Bomben und Marschflugkörper könnten auf nordkoreanische Raketensilos, Abschussrampen und Befehlzentralen zielen, um Pjöngjang die Möglichkeit zu nehmen, anzugreifen. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte.


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