USA setzte Rafa Márquez auf schwarze Liste

Das US-Finanzministerium hat schwere Vorwürfe gegen Fußballstar Rafael Marquez erhoben.

Der 38-Jährige gilt als einer der besten Fußballer Mexikos - jetzt findet er sich mit Drogenbaronen und Terrorhelfern auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums wieder. Nun wird das Vermögen des Spielers in den Vereinigten Staaten eingefroren und US-Bürger dürfen keine Geschäfte mehr mit Márquez machen. Der Verteidiger spielte lange für den FC Barcelona und steht derzeit für den mexikanischen Verein CF Atlas in Guadalajara auf dem Platz.

Auf der schwarzen Liste des US-Justizministerium stehen neben Márquez und Flores sowie dessen Angehörige und Geschäftspartner auch der Verwalter von Márquez' Wohltätigkeitsstiftung, Mauricio Heredia Horner, und der bekannte mexikanische Sänger Julión Álvarez. Es war demnach die umfangreichste Einzelsanktion gegen ein mexikanisches Drogenkartell in der Geschichte des Ministeriums. Er habe als Strohmann für das Verbrechersyndikat des mexikanischen Rauschgifthändlers Raúl Flores Hernández fungiert, teilte die Behörde mit. Dort ist auch das Drogenkartell von Flores ansässig. Er soll mit dem Sinaloa-Kartell zusammenarbeiten, das Geschäfte mit Drogen, Geldwäsche und Menschenhandel macht.

Flores war vor drei Wochen im Bundesstaat Jalisco festgenommen worden, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. In den USA werden ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung und Drogenschmuggel vorgeworfen. Nach Angaben der US-Behörden gehören ihm in Mexiko unter anderem ein Casino, Restaurants, Bars, ein Schifffahrtsunternehmen sowie eine Musikfirma. "Ich weise kategorische jedwede Verbindung zu dieser Organisation und den genannten Taten zurück", sagte er auf einer Pressekonferenz in seinem Klub. Er wurde zuvor auch bei der Staatsanwaltschaft vorstellig und bezeichnet die kommenden Tage als "das schwerste Spiel meines Lebens, aber ich werde es meistern".


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