Grütters: Mauer ist weltbekanntes Symbol der Gnadenlosigkeit

Am Sonntag wird unter anderem in der Kapelle der Versöhnung und am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße der Maueropfer gedacht.

Am 13. August 1961 hatte in Berlin der Bau der Mauer begonnen, nachdem immer mehr Menschen aus der DDR geflohen waren. Ihrer würdig zu gedenken, bleibe "elementarer Bestandteil der gesamtstaatlichen Erinnerungskultur". Grütters bezeichnete die Mauer als "weltbekanntes Symbol der Gnadenlosigkeit des SED-Regimes". Die Arbeit der Gedenkstätten und Zeitzeugen habe ebenso wie die wissenschaftliche Aufarbeitung einen entscheidenden Anteil daran, dass heute vor allem jungen Menschen ohne eigene Diktaturerfahrung die Werte Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vermittelt würden, sagte die Kulturstaatsministerin. Sie leiteten den Bau der Berliner Mauer ein. Im März 1974 war der polnische Staatsbürger bei seiner Ausreise am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße hinterrücks erschossen worden.

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft nannte den Beginn des Mauerbaus "ein Symbol für Trennung, Tötung und Unterdrückung zahlreicher Menschen". Dazu zählen nicht nur zivile Todesopfer entlang der Grenze zwischen Lübecker Bucht und der damaligen Tschechoslowakei, sondern beispielsweise auch deutsche und sowjetische Deserteure, deren Flucht an der DDR-Grenze tödlich scheiterte.

Laut einer im Juni vorgestellten Studie der Freien Universität Berlin kamen zwischen 1949 und 1989 an der innerdeutschen Grenze 327 Menschen ums Leben.


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