Nordkorea droht mit Raketenangriff auf US-Insel Guam

Damit könnte es bald vorbei sein.

Nordkorea begründet seine Drohung mit der Mobilisierung des US-Atomwaffenarsenals und den jüngsten US-Raketentests und Übungen mit Langstreckenbombern über Südkorea. Es gibt immer wieder populäre Bewegungen, die entweder zu mehr Eigenverwaltung oder aber einem US-Beitritt tendieren.

Nordkoreas Militärführung reagierte demonstrativ unbeeindruckt auf die jüngsten Äusserungen von Donald Trump. Rund 6000 US-Soldaten sind in Guam stationiert, etwa ein Drittel der Fläche ist Militärgebiet. Es ist einer der wichtigsten Stützpunkte der USA im Pazifik.

Die Vorbereitungen für den gleichzeitigen Abschuss von vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 werden bis Mitte August abgeschlossen sein.

Im 3400 Kilometer entfernten Guam zeigten sich die Sicherheits- und Verteidigungsvertreter der Insel gewarnt, aber nicht panisch. Der Plan werde Staatschef Kim Jong-un unterbreitet, der dann über das weitere Vorgehen entscheiden werde. "Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen".

Mit den Drohungen Nordkoreas ist das US-Außengebiet Guam ins Zentrum des Konflikts zwischen Washington und Pjöngjang gerückt. "Ihnen wird mit Feuer und Wut begegnet werden, wie es die Welt niemals zuvor gesehen hat".

Seine weltweit beachteten "Feuer und Wut"-Äußerungen hat Trump nach Informationen der "New York Times" nicht vorher mit seinem Stab oder Alliierten abgesprochen, sondern improvisiert".

"Ich glaube, wir brauchen eine vollständige Verteidigungsreform im Sinne einer Wiedergeburt, anstatt nur einige Modifizierungen oder Verbesserungen durchzuführen", sagte Moon am Mittwoch laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap bei einer Besprechung mit sechs Spitzenbefehlshabern seines Militärs. Trumps Drohung stoppte die Rekordjagd an der Wall Street.

Unterdessen wies Japan darauf hin, dass Nordkorea bei seinem Atomwaffenprogramm erhebliche technologische Fortschritte gemacht habe. Nach Einschätzung von Fachleuten ist Pjöngjang bereits in der Lage, verkleinerte Sprengköpfe auf Langstreckenraketen anzubringen. Trotz aller Verbote des UN-Sicherheitsrates sowie aller Warnungen hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Bei einer flacheren Flugkurve hätte sie eine Reichweite von rund 10.000 Kilometern erzielen können - genug, um US-Metropolen wie Los Angeles oder Chicago zu treffen. Die Guamer würden dem US-Militär vollkommen vertrauen.

Die Luftwaffenbasis ist eine der größten Basen, die Washington außerhalb des amerikanischen Festlandes unterhält und die gleichwohl auf US-Territorium liegt.

Aus Nordkorea waren auch in der Vergangenheit schon beleidigende Ausdrücke für Spitzenpolitiker der USA und Südkoreas zu hören, Trumps Vorgänger Barack Obama wurde beispielsweise als "Affe" bezeichnet, die südkoreanische Ex-Präsidentin Park Geun Hye als "Prostituierte". So heißt es auf der Webseite Wikitravel: "Es wird davon abgeraten, Guam zu bereisen". Nach US-Medienberichten schickte die amerikanische Luftwaffe damals B-2-Tarnkappenbomber auf die Insel, um für einen Konflikt mit Nordkorea gerüstet zu sein.


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