Nordkorea: "Feuer und Wut" sind Trump nicht genug

Trump habe nur die nordkoreanische Rhetorik in gleicher Sprache beantworten wollen. Wir sollten hart und entschlossen sein. Wird er etwas davon haben, wenn er auf die USA feuert? so Haley weiter. Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven". Er fragt seine Kritiker, ob die kurze Erklärung gegen Nordkoreas Atomprogramm zu hart gewesen sei, um prompt seine persönliche Schlussfolgerung zu präsentieren.

Falls das Land die USA angreift, würden Dinge passieren, "die Nordkorea nie für möglich gehalten hätte", sagte er bei einem Pressetermin.

Trump hatte Nordkorea militärisch gedroht: "Nordkorea sollte besser keine weiteren Drohungen gegen die USA machen". "Es ist angesichts der tatsächlich gestiegenen Bedrohung weder geschickt noch hilfreich, wenn sich US-Präsident Trump rhetorisch in die von Kim Jong Un provozierte Eskalationsspirale begibt", sagte Hardt, der außenpolitischer Sprecher der Union und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung ist. "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe).

US-Verteidigungsminister James Mattis warnte Pjöngjang, vor allen "Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden".

US-Außenminister Rex Tillerson versuchte auf dem Rückflug von Malaysia, auf dem er einen Tankstopp auf Guam einlegte, die Gemüter zu beruhigen.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat angesichts der verbalen Eskalation im Nordkorea-Konflikt vor einer kriegerischen Auseinandersetzung gewarnt.

Pjöngjang treibt trotz internationaler Sanktionen seit Jahren sein Raketen- und Atomwaffenprogramm voran. "Wir bereiten uns auf eine Menge verschiedener Optionen vor", sagte Trump nach einem Sicherheitsbriefing. Nordkorea habe einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur vollwertigen Atommacht getan, berichtete die Zeitung. Und wenn tatsächlich eine nordkoreanische Rakete in US-Hoheitsgewässern landet, dann sind die USA fast gezwungen, scharf zu reagieren, vielleicht gar auch militärisch.

Der Nordkorea-Konflikt ist freilich nicht das erste Gebiet, auf dem die amerikanische Regierung richtungslos erscheint.

Nordkorea hatte trotz Verboten des UN-Sicherheitsrats und Warnungen aus dem Ausland am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Japan und Südkorea sind Verbündete der USA, dem Erzfeind der Führung in Pyongyang. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10'000 Kilometern.

Nordkoreas Staatschef Kim hatte nach dem Test gesagt, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite.

Am Sonnabend hatte der UN-Sicherheitsrat auf Drängen der USA neue Strafmaßnahmen verhängt, die Nordkorea unter anderem die Ausfuhr von Kohle und Eisen verbieten.


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