Ousmane Dembélé: BVB-Star wird vermisst!

Es sei weder den Qualitäten und der Perspektive des Spielers gerecht geworden noch der Situation am Transfermarkt, wo gegenwärtig irrwitzige Summen wie selbstverständlich gezahlt werden. Er schaute, er dribbelte ein bisschen weiter, und als Thomas Müller und Franck Ribéry schon Körperkontakt mit Borussia Dortmunds Offensivspieler aufgenommen hatten, schlug dieser einen Haken und schlüpfte durch das Nadelöhr hindurch, das ihm die beiden Münchner zwischen sich als letzten Ausweg gelassen hatten.

Ousmane Dembélé musste noch nicht einmal in Freiburg sein. Der verfolge spielerisch ein Ziel, meist mit einem Haken zu viel.

Auf die entsprechende Frage entgegnete Bosz: "Das kann ich nicht sagen". Genauer gesagt das verpasste Training von Ousmane Dembélé am Donnerstag. Das teilte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Nachmittag mit.

Für Dembélé ist offenbar über die gescheiterten Verhandlungen enttäuschent gewesen. Derweil soll Dembélé weiterhin allen Kontakt mit Mitarbeitern der Borussia verweigern.

Nun ist also Dembélé endgültig in den Fokus des FC Barcelona gerückt. Damit wäre Dembélé der teuerste Spieler, der die Bundesliga bislang verlassen hat.

Ein Transfer des streikenden Supertalents zum Barcelona ist für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber nicht vom Tisch. Die Angebotssumme nannten die Dortmunder, die als börsenkotierter Klub eine Ad-hoc-Meldung herausgaben, indes nicht. Und dann werden sich auch die 120 Millionen wieder relativieren. Allerdings soll Juve starkes Interesse an einer Verpflichtung des Portugiesen André Gomes haben, der beim FC Barcelona unter Vertrag steht. Viel wahrscheinlicher dürfte sein, dass der junge Franzose mit Billigung - oder sogar auf ausdrückliches Anraten - der Katalanen in den Ausstand trat. Dennoch sei ein Transfer nicht ausgeschlossen, wie Watzke in einem Interview andeutete. Das Angebot der Spanier war den Borussen zu niedrig. Passend dazu kursierte in den Medien zuletzt die Behauptung, Gerard Delofeu könnte Barcelona im Gegenzug in Richtung Dortmund verlassen. Für den 18 Jahre alten Franzosen, der in der Vorsaison in die internationale Elite durchstartete, müsste Barça aber ganz tief in die Tasche greifen. "Wir haben versucht, ihn zu erreichen und hoffen, dass nichts Schlimmes passiert ist", sagte Trainer Peter Bosz zunächst.

Dass Dembelés Erpressungsversuch ohne Wissen des FC Barcelona erfolgte, ist kaum vorstellbar. So waren ihm in der vergangenen Saison zehn Treffer und 21 Vorlagen gelungen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Dembélé seinen Abgang provoziert. Aber er betonte am Freitag auch: "Borussia Dortmund ist sehr gefährlich und der beste Gegner - mit oder ohne Dembélé".


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