Gesundheit: "Spiegel": EU-Richtlinie bedroht Porzellanmanufakturen

Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen sieht Probleme auf sich zukommen. Es sei geplant, mit allen Beteiligten entsprechende Gespräche zu führen.

Eine geplante Verschärfung der Grenzwerte für Cadmium und Blei in der sogenannten EU-Keramikrichtlinie droht einem Bericht zufolge Porzellanmanufakturen in ernsthafte Schwierigkeiten zu stürzen. Das könnte das Aus der gesamten Aufglasur-Malerei im Bereich Tisch und Tafel bei Meissen bedeuten. Die Aufglasurmalerei sei auch Teil der Ausbildung der Porzellanmaler.

Das bedroht Unternehmen, in denen Teller, Tassen & Co. von Hand bemalt werden - wie etwa die weltbekannten Manufakturen Meißen in Deutschland oder Augarten in Wien. Als Beispiel nannte die Sprecherin das Zwiebelmuster. Denkbar wäre auch, das Geschirr mit Warnhinweisen zu versehen, sagte Jäschke.

Für niedrigere Grenzwerte für Blei und Cadmium spricht sich unter anderem auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aus. Es verweist darauf, dass die giftigen Stoffe beim Kontakt mit Nahrungsmitteln aus der Keramik herausgelöst werden können.

Durften Keramikgefäße bisher z.B. vier Milligramm Blei pro Liter in darin aufbewahrte Flüssigkeit abgeben, wollen EU-Beamte den Wert auf ein Vierhundertstel reduzieren!


Beliebt

VERBINDEN