Urteil Im Hessischen Korbach: Bewährungsstrafe nach Unfalltod von achtfachen Eltern

Für die acht Kinder eines bei einem Verkehrsunfall getöteten Elternpaares aus Nordhessen haben hilfsbereite Mitmenschen rund eine halbe Million Euro gespendet.

Seit dem Unglück im Januar seien rund 530 000 Euro eingegangen, sagte der Bürgermeister von Bad Arolsen, Jürgen van der Horst (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Erst wenn die Kinder volljährig sind, sollen ihnen Beträge ausgezahlt werden. Bei einem besonderen Bedarf könnten Mittel auch schon vorher in Anspruch genommen werden.

Der Angeklagte war mit seinem Kleintransporter auf der falschen Fahrbahn einer Bundesstraße bei Bad Arolsen unterwegs und dann frontal in den Wagen des Ehepaars gekracht.

Nach dem Unfall hatte die Stadt Bad Arolsen die Spendenaktion gestartet. Er habe keine Erinnerung an das Geschehen, sagte der 58-Jährige am Montag vor dem Amtsgericht Korbach. Die Kinder im Alter zwischen vier und um die 20 Jahre wurden zunächst bei Verwandten untergebracht. Die Eltern starben, zwei ihrer Kinder wurden schwer verletzt. Die genaue Ursache für den Unfall ist weiter unklar. Es folgten Verhandlungen des zuständigen Jugendamtes, über den dauerhaften Verbleib der Kinder.

Das verunglückte Paar hatte mit sieben Kindern unter einem Dach gelebt. Einige der Kinder stammen aus früheren Beziehungen der Eltern. Ein weiteres Kind des Vaters aus einer früheren Beziehung lebt bei der Mutter. Wo und in welcher Konstellation die Kinder heute leben, darüber machten weder die Kreisbehörde noch die Stadt Bad Arolsen weitere Angaben.


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