Cucurbitacin-Vergiftung: Frau isst Zucchini aus privatem Anbau und landet in Klinik

Rendsburg - Der reine Horror! Die 78-jährige Elke Frahm aus Schleswig-Holstein wollte nur eine leckere Zucchini-Suppe kochen - und landete für drei Tage im Krankenhaus.

Die Zucchini stammte aus dem Garten des Bruders einer Freundin. Ihr fiel beim Schneiden und Probieren ein bitterer Geschmack auf, der auch mit dem Schälen nicht wegging. Zwei Zucchinis waren einwandfrei, die dritte schmeckte allerdings sehr bitter. Sie entschied sich also gegen eine Suppe - eine richtige Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte! Sie aß zwar nur kleine Mengen, doch in der Nacht bekam die Frau blutigen Durchfall und heftige Bauchschmerzen. Im Krankenhaus erfuhr die Schleswig-Holsteinerin die Ursache für ihre Erkrankung: Eine Cucurbitacin-Vergiftung. Eigentlich wurde der Stoff aus den Kürbisgewächsen herausgezüchtet, doch in einzelnen Fällen kann das Gift durch Rückkreuzungen wieder entstehen.

"Das Hauptrisiko liegt im Kleingärtnerbereich, wenn die Gärtner mit eigenen Samen jedes Jahr wieder Zucchini hochziehen", erklärt der Ärztliche Leiter der zentralen Notaufnahme im Klinikum Heidenheim, Norbert Pfeufer.


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