Denifl feierte mit Vuelta-Tagessieg "größten Erfolg"

Für die Überraschung des Tages sorgte der Österreicher Stefan Denifl, der am Schlussanstieg über 7,2 Kilometer mit Extrem-Steigungen von bis zu 26 Prozent die meisten Kräfte mobilisierte und mit einem Soloritt als zweiter Österreicher 82 Jahre nach Max Bulla - er gewann 1935 zweimal - eine Vuelta-Etappe gewann.

Österreicher, die Etappen großer Radrundfahrten gewinnen, sind eine Seltenheit.

Der 29-Jährige Tiroler Stefan Denifl sorgt am Mittwoch bei der Vuelta für die große Sensation und holt sich als Ausreißer bei der Bergankunft am Alto de Los Machucos den Sieg auf der 17. Etappe der traditionsreichen Spanien-Rad-Rundfahrt.

"Ich kann es kaum fassen, hatte super Beine". Contador, der in seinem letzten Rennen aus der Gruppe um den Gesamtführenden Christopher Froome (GB, Sky) erfolgreich attackiert hatte, kam Denifl nur noch bis auf 28 Sekunden nahe, hatte aber das Nachsehen. Der Italiener machte 42 Sekunden gut und liegt nun 1:16 Minuten hinter dem Mann im Roten Trikot. Als Dritter folgt der Niederländer Wilco Kelderman (+2:13). Am Donnerstag auf der 169 km langen Etappe von Suances nach Santo Toribio de Liébana wartet nach drei mittelschweren Bergen "nur" eine 2,5 km lange Rampe am Ende. Am Samstag gibt es hinauf zum Alto de l'Angliru wohl die letzte realistische Chancen auf nennenswerte Verbesserungen im Gesamtklassement. Der 1557 Meter hohe Angliru zählt zu einem der schwierigsten Anstiege Europas. Am Sonntag endet die Rundfahrt in Madrid. Im Finish sicherte sich der Stubaier zunächst die vorletzte Bergwertung des Tages - ein Anstieg der ersten Kategorie rund 17 Kilometer vor Schluss - ehe er den entscheidenden Angriff gegen seinen Fluchtgefährten Daniel Moreno (Movistar) lancierte.

Denifl, der in der Gesamtwertung keine Rolle spielt, befand sich lange Zeit in einer sechsköpfigen Ausreißergruppe, die sich bis zu neun Minuten Vorsprung erarbeitete. Alberto Contador (ESP) 0:28. 3. Auf dem 3. Rang landete Miguel Angel Lopez (+1:04). Denselben Rückstand wies auch Froomes erster Verfolger Vincenzo Nibali auf. Ilnur Sakarin (RUS) Katjuscha - 6. Rafal Majka (POL), alle gleiche Zeit. 7. Michael Woods (CAN) Cannondale 1:13 - 8. Wilco Kelderman (NED) Sunweb 1:19 - 10.


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