Immer noch viele Keime in Hähnchen- und Putenfleisch

In Hähnchen- und Putenfleisch aus Supermärkten finden sich amtlichen Untersuchungen zufolge vielfach immer noch antibiotika-resistente Keime.

Bei Putenfleisch war eine Keimbelastung den vorläufigen Daten zufolge in 178 von 459 der Proben (39 Prozent) festzustellen. Wie das deutsche Agrarministerium auf eine Frage der Grünen antwortete, wurden im vergangenen Jahr bei 208 von 418 Hühnchen-Proben ESBL-Keime nachgewiesen - also bei fast der Hälfte (49,7 Prozent). Diese Keime sind deshalb problematisch, weil sie nicht mehr mit bestimmten Antibiotika behandelt werden können.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer nannte die Zahl der Funde "erschreckend hoch". Die Angaben stammen aus dem vergangenen Jahr; für 2017 stehen derzeit noch keine Zahlen zur Verfügung. Der Einsatz soll weiter sinken, um die Gefahr von Resistenzen zu verringern. Die Abgabemengen für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für den Menschen seien bei den meisten Wirkstoffklassen gleichbleibend oder rückläufig.

"Insbesondere die Anwendung sogenannter Reserveantibiotika muss restriktiver werden", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU).


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