U18-Wahl auch in der Region

An diesem Freitag (15. September), neun Tage vor der echten Wahl, geben bundesweit mehr als 200 000 Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab.

Das Gymnasium an der Willmsstraße ist als Wahllokal registriert und lädt alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren ein, ihre Stimme abzugeben.

Wählen kann jeder unter 18 Jahren - unabhängig von körperlichen oder geistigen Handicaps, Herkunft oder Aufenthaltsstatus.

U18 wird getragen vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Jugendverbänden und Landesjugendringen sowie vom Berliner U18-Netzwerk.

Die U18-Wahl ist eine Initiative des Bundesjugendrings und soll das politische Interesse junger Menschen fördern. Tatsächlich entfielen bei der richtigen Bundestagswahl vor vier Jahren in Sachsen-Anhalt 41,8 Prozent der Stimmen auf die CDU und 19,6 Prozent auf die SPD. Der Anteil der 30 bis 49 Jahre alten Wähler liegt bei 28,6 und der von 50- bis 59-Jährigen bei 20 Prozent. "Dort, wo Kinder und Jugendliche sich einbringen möchten und Engagement zeigen, gibt es keinen Grund, sie nicht mitreden zu lassen", sagte Bergfeld. Dabei werden für die 90-minütige Sendung neben politischen Gästen und Diskussionen auch die ersten U18-Zwischenergebnisse der diesjährigen U18-Bundestagswahl erwartet.

Das Stadtteilprojekt des Internationalen Bundes "KUGEL - Kulturen gemeinsam leben", welches das Wahllokal durchführt, verspricht sich eine gute Wahlbeteiligung durch die vielen jungen Menschen auf dem IB-Gelände in der Heusteigstraße, der Cottastraße und der Hauptstätter Straße. Außerdem würden Jugendliche damit das Wahlsystem kennenlernen.

Zwar könne man nicht von einer dramatischen Politikverdrossenheit reden, sagt May. Doch Projekte wie U18 oder Juniorwahl seien wichtig. "Auch dies baut Hürden ab, die die Jugendlichen bei erreichter Volljährigkeit vom Gang zur Wahlurne abhalten könnten". "Grundsätzlich braucht es solche Bildungsanlässe". Wir wollen damit die Stimmen junger Menschen hör- und sichtbar machen.

Ergibt es dann überhaupt Sinn, schon mit 16 wählen zu dürfen?

Viele junge Wähler entschieden sich am Freitag allerdings nicht für eine der etablierten Parteien.

Dafür müsse aber in Schulen kontinuierlich politische Bildung betrieben werden, etwa durch zwei Stunden Sozialkunde wöchentlich ab der siebten Klasse. "Wir sehen, dass das Interesse an den U18-Wahlen insgesamt sehr zunimmt", sagte sie n-tv.de.


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