Anti-Doping-Agenturen fordern Ausschluss Russlands von den Winterspielen 2018

Führende Nationale Anti-Doping-Organisationen, darunter auch die deutsche NADA, hatten am Donnerstag noch den Ausschluss Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang/Südkorea gefordert und eine Geldstrafe als zu lasch bezeichnet.

Die Stellungnahme war auf einem Treffen der Anti-Doping-Agenturen am 12. und 13. September in Denver verabschiedet worden. Daran hatten unter anderem die Agenturen der USA, Deutschlands, Großbritannien und Österreichs teilgenommen.

Der geforderte Ausschluss des russischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) wird von den Agenturen mit der "erwiesenen Korruption bei den Olympischen Winterspiele in Sotschi und anhaltender Missachtung seiner Verpflichtungen für einen sauberen Sport" begründet.

Dabei habe man nichts dagegen, dass russische Sportler nach einem intensiven Dopingtest unter neutraler Flagge bei Olympia antreten, heißt es in dem Statement weiter.

Zugleich kritisierten sie die Passivität des IOC in dieser Frage.

Der Widerwillen des Komitees, Russland zur Verantwortung zu ziehen, gefährde die Zukunft der olympischen Bewegung.

Bisher seien "weniger als 100 der potenziellen 1000 russischen Dopingfälle" abgeschlossen worden. Vergangene Woche erst wurde bekannt, dass 95 der 96 russischen Athleten, die im berüchtigten McLaren-Bericht erwähnt worden, wegen Mangels an Beweisen wieder entlastet wurden. Im Anschluss sollen gegebenenfalls Sanktionen verhängt werden.


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