Eingänge offen: Besucher stürmen die Wiesn

Wie jedes Jahr wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge er dazu braucht.

Ob Wirte und Stadt die Millionenmehrausgaben für die Sicherheit wieder hereinbringen, liegt am Besucherzustrom: Im vergangenen Jahr sank nach den ersten im Namen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in Deutschland verübten Anschlägen die Besucherzahl.

Bei Regen und kühlen Temperaturen waren die Festwirte zuvor in einem bunten Umzug auf Pferdewagen zum Festgelände gezogen. Regenschirme dürfen die Besucher allerdings mitnehmen, auch wenn Rucksäcke und große Taschen aus Sicherheitsgründen erneut verboten sind. Polizeibeamte mit Bodycams - am Körper befestigte Kameras -, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem möglichen Alarm besser geleitet werden.

Wie hoch ist heuer das höchste Kettenkarussell? Das Festzelt "Zur Schönheitskönigin" will in diesem Jahr die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben. Für den normalen Besucher kostet sie dieses Jahr bis zu 10,95 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Wie Volkswirt Thomas Strobel von der italienischen Bank Unicredit ermittelt hat, steigen die Preise auf dem Oktoberfest diesmal um 3,1 Prozent - deutlich über der Entwicklung der sonstigen Verbraucherpreise. Für manche Wiesnbesucher ist die 2010 erstmals veranstaltete "Oide Wiesn" inzwischen längst das wahre Oktoberfest - dort gab es auch von Anfang an einen Absperrzaun, dies allerdings wegen des Eintritts von drei Euro. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn.


Beliebt

VERBINDEN