KDE unterstützt Purisms "freies Smartphone"

Der Hardware-Hersteller Purism und der Linux-Distributor KDE wollen bei der Entwicklung des "weltweit ersten freien Smartphone" zusammenarbeiten. Mit Librem 5 wollen sie ein sicheres Smartphone schaffen, das von vornherein die Privatsphäre schützt. Als Grundlage ist eine freie und quelloffene Software mit einem Betriebssystem vorgesehen, das auf GNU/Linux basiert. "Die Partnerschaft mit Purism wird es uns das erste Mal ermöglichen, Plasma Mobile nahtlos in ein kommerziell erhältliches Gerät zu integrieren". Plasma Mobile soll nun im Rahmen der neuen Kooperation für die Verwendung auf dem als Librem 5 bezeichneten Smartphone von Purism adaptiert werden, wobei die KDE-Entwickler vollen Zugriff auf die Hardware des Geräts erhalten sollen. "Wir haben Plasma nicht nur für Desktops und Laptops geschaffen, sondern für die ganze Palette von Geräten". Der Linux-Distributor will sein Betriebssystem Plasma Mobile dafür anpassen. "Wir glauben, dass Plasma Mobile ein ernsthafter Herausforderer sein wird, der das gegenwärtige Duopol aufbricht und ein mit allen Features versehenes, freies und quelloffenes Mobilbetriebssystem auf dem Markt etabliert".

Konvergenz: Mit kompatibler Peripherie wird Librem 5 zum Desktop-PC (Bild: Purism).

Vor einigen Wochen stellte das in San Francisco ansässige Unternehmen Purism seinen Plan vor, das völlig freie 5-Zoll-Smartphone Librem 5 zu bauen. Derzeit steht die Finanzierung bei rund 300.000 US-Dollar. Finanzierungszusagen in Höhe von 340.000 Dollar konnte Librem 5 seit dem Kampagnenstart Ende August bereits verzeichnen. Damit bleiben noch 38 Tage, um das Finanzierungsziel zu erreichen.

Die versprochenen Privatsphärefunktionen im Vergleich mit Android und iOS. Er führt Blackberry OS, Sailfish, Ubuntu Mobile, Firefox OS, Tizen und Windows Phone beispielhaft als Betriebssysteme an, die "entweder tot sind oder kaum noch einen Puls haben".

Dass sieht dann etwa so aus, dass es beim Librem 5 Hardwareschalter gibt, um Kamera, Mikrofon, WLAN oder auch die Mobilfunkkomponenten zu deaktivieren. Nutzer müssen zudem bereit sein, lange auf das Smartphone zu warten, die Auslieferung erfolgt nach Angaben der Projektpartner frühestens im Januar 2019.


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