London: 18 Verletze nach Explosion in U-bahn

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat den Anschlag in London für sich reklamiert.

In einem Zugwaggon in der Londoner U-Bahn ist eine selbstgebaute Bombe explodiert.

Die Haltestelle Parsons Green wurde gesperrt, der Zugverkehr teilweise eingestellt, wie die Polizei erklärt.

Bei dem Anschlag wurden 22 Menschen verletzt. US-Präsident Trump behauptet, Ermittlern wären die Verdächtigen im Vorfeld bekannt gewesen - Scotland Yard dementiert.

Zuvor hatte Premierministerin Theresa May den Opfern ihr Mitgefühl ausgesprochen und eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats einberufen. Die britische Polizei stuft den Vorfall an einer Londoner U-Bahn-Station als "terroristischen Akt" ein. Eine Bombe war nach Angaben der Ermittler Ursache der Explosion. Sie sprach von einem "feigen Angriff". Das berichtet "Sky News" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. May kündigte an, den oder die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn gilt jetzt die höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien. Sie appellierte an die Bevölkerung, sich möglichst normal ihrem Alltag zu widmen. Die Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts - es wäre der fünfte Anschlag in Großbritannien seit Jahresbeginn. Die Rettungskräfte meldeten, dass mindestens 29 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

"Alle sollten die Ruhe bewahren und ihren Alltag ganz normal fortsetzen, so normal wie es irgendwie geht". Die Polizei bestätigte die Echtheit der Fotos noch nicht. Die meisten Verletzungen rührten von Stichflammen her, die zu Verbrennungen führten.

Die britische Zeitung "Metro" berichtete derweil von Verletzten.

Die Explosion löste unter den Menschen eine Panik aus.

Ein Zeugin namens Emma sagte dem Sender BBC 5: "Ich lief die Treppen runter". Mehrere Passagiere erlitten Brandverletzungen im Gesicht. "Es herrschte Panik, viele Leute schrien", sagte er der Nachrichtenagentur PA. "Es war total entsetzlich".

Die Polizei sei dabei, die Station zu räumen. Die Polizei kündigte für das Wochenende verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Hauptstadt an. Gemeinsam werde man den Terrorismus besiegen, sagte die Regierungschefin der BBC. Ein Mann kam bei einem Angriff auf Moschee-Besucher Ende Juni in London ums Leben. Dort waren 22 Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter soll aus Hass gegen Muslime gehandelt haben.

Der Anschlag werde als Einzelfall betrachtet und stehe zudem in keinem Zusammenhang mit vorangegangenen Anschlägen in London, hieß es weiter.

Im März war ein Attentäter auf der Londoner Westminster-Brücke mit einem Auto gezielt in Fussgänger gerast, bevor er einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments niederstach.


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