Nach Anschlag in London: Großfahndung läuft

Es gelte weiterhin die Warnstufe "ernst", das ist die zweithöchste in Großbritannien. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamiert den Anschlag für sich. Die Terroristen werden von Polizisten erschossen. Medienberichten zufolge hatte der Sprengsatz einen Zeitzünder enthalten. Über soziale Netzwerke verbreitete Aufnahmen zeigten einen brennenden Eimer. Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball". Die Polizei teilte mit, mehrere Menschen seien bei einem Feuer am Morgen in einem Zug verletzt worden. Die meisten Verletzungen rührten von Stichflammen her, die zu Verbrennungen führten. Viele konnten nach einer Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden.

Nach Angaben der britischen Premierministerin Theresa May sollte die Explosion schwere Zerstörung verursachen. Das bedeutet, dass nach Einschätzung der Behörden ein Anschlag bevorstehen könnte. Neben der Polizei ist auch das Militär im Inland im Einsatz. In der Nähe des Anschlagsorts richtete der Gemeinderat von Hammersmith ein Aufnahmezentrum für Betroffene ein.

Die Antiterroreinheit der Polizei übernahm die Ermittlungen. Die Identifizierung erfolgte über die Auswertung der Überwachungskameras, hieß es. Nach ihr werde nun gefahndet. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Kahn rief die Bürger zur Ruhe und Wachsamkeit auf.

Premier May berief für den Nachmittag das Sicherheitskabinett ein.

Regierungschefin May sagte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in einer Fernsehansprache: "Der Sprengsatz sollte enorme Schäden anrichten".

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Anschlag auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.

Wer für den Anschlag verantwortlich ist, ist unklar. Mit einem gewissen Zynismus fügte er hinzu, aber dies sei ja nicht politisch korrekt.

Nach dem Anschlag auf eine Londoner U-Bahn am Vortag hat die britische Regierung Sicherheitsvorkehrungen im Land verschärft. Vier davon ereigneten sich in den vergangenen sechs Monaten.


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