Sturmtief "Sebastian": Baum erschlägt Arbeiter auf Windrad-Baustelle

Auch die Rettungskräfte hielten Abstand zum Waldrand, da unter anderem ein weiterer Baum umfiel.

An der Windrad-Baustelle der Stadtwerke Brilon am Gretenberg, am Rande des Aatals zwischen Brilon und Rixen, ist Mittwochmittag ein 53 Jahre alter Arbeiter von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Am Morgen sei bereits ein Zug in Gummersbach mit einem Ast kollidiert. Die Reisenden mussten in Busse umsteigen. Zwischen Gruiten und Solingen mussten am Morgen mehrere Züge wegen einer Streckensperrung über Wuppertal und Düsseldorf umgeleitet werden. Ein Baum stürzte in der Gemeinde Lotte auf ein Wohnhaus - verletzt wurde glücklicherweise niemand.

In Harsewinkel-Marienfeld stürzte ein Baum auf einen VW Polo. Die Duisburger Polizei meldete am Mittag eine größere Zahl wetterbedingter Einsätze im Stadtgebiet.

In Duisburg musste die Polizei oft ausrücken, da mehrere Autos durch Äste beschädigt wurden. Andernorts kippten Bauzäune um. Der Mann führte am frühen Mittwochnachmittag Vermessungsarbeiten an einem Wald aus, als das Unglück geschah.

Durch den starken Sturm war eine unmittelbar an der gerodeten Fläche stehende, rund 20 m hohe Fichte umgestürzt.

In Münster wurde eine Frau wurde durch eine zersplitternde Glastür verletzt. Der Wind erfasste Dachziegeln und entwurzelte Bäume. Mehrere Autos wurden beschädigt. Autofahrer wurden von der Polizei angehalten, besonders vorsichtig zu fahren. Es bestehe Lebensgefahr durch herabfallende Äste.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit vor dem Sturmtief fast in ganz Deutschland. Im Aachener Raum, Münsterland, Ostwestfalen und in den Gipfellagen von Rothaargebirge und Eifel seien sogar Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern möglich.

Erst in der späten Nacht sollte sich die Wetterlage in der Region allmählich beruhigen.


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