USA: Militärische Option für Nordkorea bleibt auf dem Tisch

In einer Erklärung forderte der Rat Nordkorea auf, sein "empörendes Vorgehen" sofort einzustellen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe den neuen Test persönlich befohlen und auch aus dem Kommandozentrum verfolgt, berichtete die nordkoreanische Staatsagentur KCNA am Samstagmorgen. Japans UN-Botschafter Koro Bessho sprach von einer "ernsten Bedrohung für unsere eigene Sicherheit" sowie einer Gefahr für Frieden und Sicherheit der ganzen Welt. Man müsse "unkonventionell denken", um den Atomkonflikt beizulegen.

"Eine militärische Lösung ist weiterhin eine Option, aber wir möchten diese nicht umsetzen", betonte der Berater.Am Freitag hatte Nordkorea um 07.06 Uhr Ortszeit (00.06 Uhr MESZ) erneut eine Rakete in Richtung Japan abgefeuert.

Die USA halten nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest an einer militärischen Option fest. Wissenschaftler nannten deren Reichweite von 3.700 Kilometern bemerkenswert: Nordkorea habe damit demonstriert, dass es die US-Pazifikinsel Guam erreichen könne. Das sei allerdings nicht die erste Wahl der Regierung von Präsident Donald Trump, sagte dessen Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster heute.

Zuvor hatte der südkoreanische Staatschef Moon Jae-in Nordkorea mit Vernichtung gedroht, sollte es weitere Raketentests vornehmen. Zu bevorzugen sei sie aber nicht. "Dieses ist keine Angelegenheit zwischen den USA und Nordkorea, es ist eine Angelegenheit für die ganze Welt", sagte McMaster. In Sachen Sanktionen und Diplomatie hätten die USA bald das Ende der Möglichkeiten erreicht. "Ich denke, er hat eine ganze Reihe Optionen", sagte Haley mit Blick auf US-Verteidigungsminister James Mattis, dem sie das Problem bei einer Eskalation der Krise übergeben wolle. Die jüngst verabschiedeten Sanktionen beträfen 90 Prozent des nordkoreanischen Handels. Durch Sanktionen sei Nordkorea schon jetzt "wirtschaftlich stranguliert".

Trump werde auch vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen deutlich machen, dass es wichtig sei, extremen Druck auf Nordkorea auszuüben, sagte seine Sprecherin. China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas.


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