FDP und Grüne liefern sich Fernduell im Kampf um Platz drei

Eine Woche vor der Bundestagswahl hat Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt den Anspruch ihrer Partei aufs Mitregieren untermauert. Die Spitzenfrau der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ledert los.

Auch im Leitantrag, den die Delegierten am frühen Nachmittag beschließen sollen, warnt die Partei vor einem schwarz-gelben Bündnis. Die Grünen wollten das Gegenteil.

Bei der Bundestagswahl kämpfen die Grünen um den Einzug in den Bundestag als drittstärkste Partei. Die letzten Umfragen sehen die Ökos bei sieben bis acht Prozent, also vielleicht etwas schwächer als das Ergebnis mit 8,4 Prozent im Jahr 2013. Auf die Rechtspopulisten folgt die Linke, dahinter liefern sich FDP und Grüne einen erbitterten Kampf. "Bei dieser Wahl geht es darum, dass wir umsteuern".

Beim Kampf mit der FDP um Platz drei sieht's für die Ökopartei eher mau aus. Das würde weder für ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP reichen noch für eine Koalition von Union und Grünen.

Nach Umfragen ist allerdings ein Dreier-Bündnis mit der FDP und der Union die einzig realistische Regierungsoption für die Grünen.

Göring-Eckardt stimmte die Parteibasis schon jetzt auf "verdammt schwierige Gespräche" und Koalitionsverhandlungen nach der Wahl ein.

Dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hielt sie vor, einen "Blankoscheck" für die Neuauflage der großen Koalition ausgestellt zu haben: "Was Sie da machen, ist Politikdumping, Herr Schulz!"

Göring-Eckardt wandte sich in ihrer Rede auch an potenzielle Wechselwähler der SPD. Die Grünen wollten das Land auch im Bund mitgestalten.

In einer Bundesregierung unter Beteiligung der Grünen müsse es "klare Vorfahrt für den Klimaschutz geben", stellte Özdemir klar.

Parteichef und Spitzenkandidat Özdemir hatte zuvor gesagt, der 24. September entscheide "über das Gesicht" Deutschlands: "Es geht darum, unser freiheitliches Land gegen den drohenden Rechtsruck in Deutschland zu verteidigen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.


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