Göring-Eckardt schwört Grüne auf Bundestagswahl ein

Dafür herbeizuführen appellierte Göring-Eckardt an die Delegierten, noch einmal alles zu geben. "Sieben Tage vor dem 24. September ist noch nichts entschieden", sagte die Fraktionschefin im Bundestag.

Zudem betonte die Spitzenkandidatin, es gehe darum, den Mut zu haben, auch im Bund das Land mitzugestalten.

Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat sich vor der bundesweiten Probeabstimmung zum Bundestag unter Kindern und Jugendlichen für eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre ausgesprochen.

Im Wahlkampf-Endspurt verschärfen die Grünen nicht nur den Ton gegenüber der FDP. "Wir mobilisieren und kämpfen bis zum letzten Tag gegen den Rechtsruck in Deutschland, gegen schwarz-gelben Rückschritt und für Fortschritt mit starken Grünen". Aktuelle Umfragen sehen dort allerdings die AfD mit Prognosen zwischen 8 und 10 Prozent.

FDP und Grüne liegen in den Umfragen etwa gleichauf - die Liberalen haben im Kampf um Platz drei aber die Nase leicht vorn. Rechnerisch würde es derzeit weder für ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis aus Union und FDP reichen noch für eine schwarz-grüne Koalition aus CDU, CSU und Grünen. Einzige reale Regierungsoption für FDP und Grüne wäre demnach eine "Jamaika"-Koalition gemeinsam mit der Union".

Göring-Eckardt stimmte die Parteibasis schon jetzt auf "verdammt schwierige Gespräche" und Koalitionsverhandlungen nach der Wahl ein. Sie wandte sich in ihrer Rede auch direkt an potenzielle Wechselwähler der SPD und warf SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vor, sich als Vize in einer großen Koalition anzudienen: "Wo ist eigentlich die stolze SPD?" Die SPD betreibe "Politikdumping".

Bei der Bundestagswahl kämpfen die Grünen um den Einzug in den Bundestag als drittstärkste Partei. Özdemir nannte es unerträglich, "wie AfD-Leute offen mit der rechtsextremen Szene sympathisieren". "In der Regierung wollen wir aus der schmutzigen Kohle aussteigen, die industrielle Massentierhaltung beenden, für saubere Luft mit abgasfreien Autos sorgen, die Kinderarmut bekämpfen und Pfleger, Hebammen und Erzieher besser stellen", sagte Göring-Eckardt. Die Grünen stünden klar gegen Rechtspopulismus, Rassismus und jegliche Ausgrenzung: "Bei der Integration haben wir große Aufgaben vor uns: Grundlage dafür sind die freiheitlichen Werte unseres Grundgesetzes".


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