Türkei zitiert deutschen Botschafter ins Ministerium

An der Kundgebung in Köln nahmen zehntausende Menschen teil.

Aus Verärgerung über eine Veranstaltung von Kurden in Köln hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter Martin Erdmann einbestellt. Man habe deutlich gemacht, dass man das Event mit den "PKK-Terroristen-Organisationen" verbundenen Gruppen verurteile. Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang. Das Festival stand unter dem Motto "Freiheit für Öcalan - einen Status für Kurdistan".

Das türkische Außenamt verurteile, dass bei der Demonstration PKK-Symbole gezeigt worden seien, darunter auch Plakate mit dem Portrait des Parteichefs Abdullah Öcalan.

Das Außenministerium in Ankara warf der Bundesregierung vor, im Kampf gegen den Terrorismus mit "zweierlei Maß" vorzugehen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, lautet der Vorwurf an die deutschen Behörden, die Veranstaltung und damit "Terrorpropaganda" genehmigt zu haben.

Die PKK wird von der Türkei, aber auch in Deutschland und der EU als Terrororganisation eingestuft. Seit kurzem ist zudem das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts untersagt. In einem solchen Fall gelte die Regel "Gefahrenabwehr vor Strafverfolgung".


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