Jetzt wissenschaftlich bestätigt Bier macht wirklich glücklich - das ist der Grund

So ist es auch mit dieser Information von Forschern der Universität Erlangen-Nürnberg.

Bier-Trinker wussten es schon immer, nun ist es auch wissenschaftlich belegt: Bier kann glücklich machen.

Ein einzelner Stoff, der sozusagen glücklich mache, sei bislang in keinem Lebensmittel gefunden worden, sagte Pischetsrieder. Und deswegen hört man gar nicht mehr auf sie zu essen - auch wenn man eigentlich schon satt ist. Dieses Phänomen wird in der Fachsprache hedonische Nahrungsaufnahme genannt, erläutert die FAU in einer Pressemitteilung. Das gute Gefühl wird durch den Neurotransmitter Dopamin ausgelöst: Verlockende Lebensmittel aktivieren das Belohnungszentrum, in denen der Dopamin-D2-Rezeptor zu finden ist.

Ein Schluck kühles Bier bei warmen Temperaturen- das macht nicht weniger Männer und Frauen glücklich. Fündig wurden sie bei Hordenin, einem Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier. Betreffende Lebensmittel sorgen für ein zufriedenes Gefühl beim Konsumenten. Wissenschaftler vom Henriette Schmidt-Burkhardt Lehrstuhl für Lebensmittelchemie haben sich nun gefragt: Gibt es spezielle Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die - ähnlich wie das körpereigene Dopamin - den Dopamin-D2-Rezeptor aktivieren?

In Bier ist also eine Substanz enthalten, die zufrieden macht.

Um das herauszufinden, bedienten sich die Forscher mit Kollegen des Computer-Chemie-Centrums der Methode des virtuellen Screenings, ein aus der Pharmaforschung bekannter Ansatz. Der Vorteil: Im Gegensatz zu klassischen Screening-Verfahren, bei denen nur eine kleine Auswahl an Lebensmittelextrakten im Labor getestet werden kann, können die Forscher alle möglichen existierenden Inhaltsstoffe untersuchen.

Die Forscher legten dafür eine virtuelle Datenbank mit Molekülen an. Aus dieser Datenbank galt es, diejenigen Moleküle zu finden, die auf den Dopamin-D2-Rezeptor passen. Dabei blieben noch 17 Substanzen übrig, die die Pharmazeuten dann in der realen Welt näher untersuchten. Die vielversprechendsten Testergebnisse zeigte dabei die Substanz Hordenin, Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier.

Genau wie Dopamin aktiviert Hordenin den Dopamin-D2-Rezeptor - mit einem wichtigen Unterschied: Der Stoff funktioniert über einen anderen Signalweg, was zu einem nachhaltigeren Effekt führen könnte. "Insgesamt deuten die Ergebnisse aber darauf hin, dass Hordenin zum stimmungssteigernden Effekt von Bier beitragen könnte", heißt es in der Mitteilung der Universität.

Das könnte bedeuten, dass Bier sogar doppelt verlockend wirkt: Sowohl der Alkohol als auch das Hordenin wirken auf das Belohnungssystem und lösen beim Biergenuss Wohlgefühl aus – für Alkoholiker wäre dies damit eine doppelte Versuchung. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Scientific Reports".


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