Die Grippesaison beginnt - am Besten mit der Impfung

"Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig", sagt Professor Dr.

Grippewelle 2018 - wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?

Lothar H. Wieler, Präsident des RKI.

Dieses Jahr gibt es ein breites Impfstoff-Angebot, berichtet PEI-Präsident Professor Klaus Cichutek in der Mitteilung. Auch drei tetravalente Influenza-Impfstoffe stehen in dieser Saison zur Verfügung, die gegen alle kursierenden Hauptstämme Influenza-A- und -B-Viren schützen. Dazu zählen Schwangere und chronisch kranke Menschen. Die Impfung kann dabei mit einem tri- oder tetravalenten Influenza-Impfstoff erfolgen, betonen die Institutionen. Die Bundeszentrale bietet kostenloses Infomaterial für Patienten an, das es im Internet zum Download gibt oder sich dort bestellen lässt (www.impfen-info.de/grippe). Außer dem Eigenschutz steht hier besonders auch der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Menschen im Vordergrund. Die Impfquoten sind jedoch auch beim Medizinpersonal nach wie vor zu niedrig.

Die Grippewelle des vergangenen Winters war nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) verhältnismäßig stark. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): "Die wichtigsten Ansprechpersonen bei der Impfaufklärung sind nach unseren Studiendaten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal".

Dieses Jahr ist Deutschland mit Grippe-Impfstoffen gut versorgt. Seit 2006 führen die BZgA und das RKI die gemeinsame Aufklärungskampagne "Wir kommen der Grippe zuvor" zur Information über die Influenza-Impfung durch.

Bislang sind demnach rund 17 Millionen Impfdosen freigegeben. Einen hühnereiweißfreien Impfstoff gibt es diese Saison allerdings nicht. "Dies braucht Menschen mit Hühnereiweißallergie jedoch nicht zu beunruhigen", erläutert Cichutek. Eine Untersuchung des PEI ergab, dass eine Vielzahl von publizierten klinischen Studienergebnissen inzwischen darauf hinweist, dass auch bei Personen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß schwerwiegende allergische Reaktionen auf eine Influenzaimpfung selten sind bzw. nicht häufiger auftreten als bei Personen ohne Hühnereiweißallergie. Impflinge sollten aber immer auch nach einer Hühnereiweißallergie gefragt werden, so das PEI.

Mediziner raten, sich im Oktober, spätestens aber im November gegen Grippe impfen zu lassen. Influenza kann insbesondere für ältere und Menschen mit Vorerkrankungen tödlich enden. Die Daten des Nationalen Referenzzentrums für Influenza im Saisonbericht zeigen, dass in der Saison 2016/2017 mehr als 90 Prozent der untersuchten Influenzaviren zu diesem H3N2-Subtyp gehörten.

BERLIN. Rund sechs Millionen zusätzliche Arztbesuche, 3,4 Millionen Krankschreibungen und 30.000 Krankenhauseinweisungen gingen nach Schätzungen im vergangenen Winter auf das Konto von Influenza.


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